SJÖ zu SP-Präsidiumsklausur: Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit entschärfen!

Moitzi: "Jetzt Ausbildungsgarantie sicherstellen und Lehrstellen schaffen"

Wien (OTS) - Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert anlässlich der SPÖ-Präsidiumsklausur am kommenden Wochenende ein Maßnahmenpaket gegen die steigende Jugendarbeitslosigkeit. "Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, dem explosionsartigen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit - im Dezember + 16,5 % bei Unter-25-Jährigen - entgegen zu wirken. Offensichtlich glauben viele Unternehmen in Zeiten der Wirtschaftskrise zu aller erst auf junge ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge verzichten zu müssen. Damit rauben sie den Jugendlichen aber Zukunftschancen und verschärfen die Unsicherheit der jungen ArbeitnehmerInnen. Dem muss die Regierung einen Riegel vorschieben", so Moitzi am Donnerstag.

"Obwohl bereits vor einer Woche die dramatischen Arbeitslosigkeitszahlen von Dezember veröffentlicht wurden, gibt es noch immer keine Reaktion seitens der Bundesregierung. Das ist enttäuschend und fahrlässig, denn gerade in Krisenzeiten ist es besonders wichtig, (Jugend-)Beschäftigung zu fördern und Arbeitsplätze zu sichern", so Moitzi.

Konkret fordert Moitzi vom SPÖ-Präsidium, Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit auszuarbeiten und umzusetzen: "An vorderster Stelle muss die Sicherstellung der Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen bis 18 Jahre stehen. Es kann nicht sein, dass die Arbeitslosigkeit bei 15 - 19-Jährigen mit 17,4 % überdurchschnittlich stark ansteigt. Hier muss die Bundesregierung um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen. Des Weiteren muss es Konsequenzen für Betriebe geben, die keine Lehrlinge ausbilden bzw. jetzt auf zusätzliche Lehrstellen verzichten. Der Trend zu weniger offenen Lehrstellen muss umgehend aufgehalten werden."

Im Zusammenhang mit den Konjunkturpaketen und dem angekündigten Budgetsparkurs von Finanzminister Pröll fordert Moitzi, dass zusätzliches Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik in die Hand genommen wird: "Es ist das falsche Signal, jetzt auf Budgetdisziplin zu pochen. Es braucht zusätzliche Maßnahmen, um in erster Linie Frauenbeschäftigung zu fördern, denn dies ist in den Konjunkturpaketen bislang zu wenig beachtet worden." Moitzi unterstützt deswegen die Forderung von Expertinnen nach dem Ausbau von öffentlichen Pflege- und Kinderbetreuungseinrichtungen und strukturellen Maßnahmen zur Bekämpfung von atypischen Beschäftigungsformen.

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