Alsergrund - SP-Koberwein: "Ist der Biber nur eine grüne Fata-Morgana???"

Bezirks-Umweltausschuss konnte die Anwesenheit eines Bibers am Alsergrunder Donaukanalufer auch in der heutigen Sitzung nicht klären

Wien (SPW-K) - "Ein angeschwemmter Baum ist noch kein Beweis für einen sesshaften Biber am Alsergrunder Donaukanalufer! Es ist aber amüsant, wie die Alsergrunder Grünen diesen Baum für politischen Populismus missbrauchen, um gegen ein Garagenprojekt aufzutreten", merkt der Vorsitzende des Alsergrunder Umweltausschusses, Bezirksrat Klaus Koberwein, angesichts des heutigen grünen Kasperltheaters in der Ausschusssitzung an.

Wenn den Grünen das Thema wirklich so wichtig ist, warum gehen sie dann erst in die Zeitung und fordern dann einen Umweltausschuss, der in dieser Sache gar keine Beschlusskompetenz und keine ExpertInnen hat?", fragt Koberwein. "Es entsteht der Eindruck, die Grünen missbrauchen die bloße Möglichkeit eines Bibervorkommens, das an einem Flusslauf in unseren Bereitengraden an sich eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat, als populistischen Aufreißer, gegen ein ungeliebtes Bauprojekt anzutreten. Dafür wird sich der Umweltausschuss jetzt und in Zukunft nicht hergeben".

Ein benutzter Teller markiert noch keinen Wohnort - die Grünen blieben den Beweis schuldig, dass ein ohne Rinde im Bereich der Friedensbrücke - also ein gutes Stück flussabwärts der gegenwärtigen Baustelle - aufgefundener Baumstamm, tatsächlich von einem Biber angenagt wurde. Und selbst wenn dies der Fall wäre, signalisiert das noch keinen neuen Wohnort des Bibers, dessen Vorkommen am Donaukanal laut MA 22 eher im Bereich des dritten Bezirkes Richtung Lobau bekannt und anerkannt ist. Die auf Grund der großräumigen Straßenbautätigkeiten in den Siebziger Jahren sehr massive, steinige Befestigung des Donaukanalufers in jenem Bereich der Spittelau lässt eine neue Wahlheimat des Bibers eher unwahrscheinlich erscheinen. Für die Mutmaßungen der Grünen ist die Umweltanwaltschaft die richtige Ansprechpartnerin. Bezirksvorsteherin Martina Malyar hat dieses Thema bereits an diese dafür einzig kompetente Stelle weitergeleitet.

Detail am Rande: Wie ernst den Grünen - hinter für die Öffentlichkeit verschlossenen Türen - das Thema tatsächlich ist, zeigt die Aussage eines Grünen Bezirksrats, der eine Zeit herbeisehnte, in der Biber nicht mehr unter strengem Naturschutz stehen würden: "Ich freue mich schon auf ein Biber-Schnitzel auf der Speisekarte." (Originalzitat)
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Thomas Kluger

Tel.: (01) 4000-81 941
Fax: (01) 533 47 27-8194
Mobil: 0664/826 84 27
thomas.kluger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10002