Orthodoxe Christen für Versöhnung, Toleranz und Dialog

Wien: Metropolit Staikos feierte "Große Wasserweihe" am Donaukanal -Gedenken an die Leiden der der Menschen im Irak und im Heiligen Land

Wien, 6.1.09 (KAP) Den Geist der Versöhnung, der Toleranz, des Dialogs und des Friedens unter allen Menschen guten Willens betonte der Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos bei der "Großen Wasserweihe", die heuer bereits zum dritten Mal am 6. Jänner am Wiener Donaukanal nahe der Schwedenbrücke vollzogen wurde. Der Metropolit tauchte bei diesem feierlichen Ritus, mit dem die orthodoxe Kirche an die Taufe Jesu im Jordan erinnert, drei Mal ein goldenes Kreuz in die Fluten. Im Hinblick auf die aktuelle Weltsituation sagte Metropolit Staikos in seiner Predigt wörtlich:
"In dieser Stunde der Lobpreisung des Herrn denken wir mit Gefühlen der Solidarität an die leidenden Christen im schwer geprüften Irak wie auch an die Menschen in Gaza, Palästinenser und Israeli. Denn das Leiden und der Tod eines jeden Menschen bedeutet die Verletzung oder den Verlust des Bildes Gottes". Jeder Mensch sei - "unabhängig von Sprache, Volks- oder Religionszugehörigkeit" - Abbild Gottes.

Mit der "Großen Wasserweihe" wollen die orthodoxen Christen zeigen, dass sie Wien und Österreich so sehr lieben, "um die Gnade Gottes für alle Menschen in dieser ihrer zweiten Heimat zu erbitten, unabhängig von Nationalität, Sprache und Religion", unterstrich Metropolit Staikos. Christus habe die menschliche Gestalt angenommen und sich in den Fluten des Jordan taufen lassen, um einerseits bei den Menschen zu sein und andererseits den Weg der Rettung aufzuzeigen, den jeder Christ beschreiten soll. Zur Erinnerung an die Taufe Jesu, bei der "Himmel und Erde einander umarmen", finde am Fest der "Erscheinung des Herrn" überall dort, wo orthodoxe Christen leben, die "Große Wasserweihe" statt. Sie sei Zeichen des christlichen Glaubens, dass durch die Erscheinung Gottes auf Erden nicht nur der Mensch, sondern die gesamte Schöpfung verklärt wird "und alles neu geworden ist".

Bei der "Großen Wasserweihe" wirkten griechisch-orthodoxe und rumänisch-orthodoxe Priester (mit Bischofsvikar Nicolae Dura an der Spitze) zusammen. Hunderte orthodoxe Christen - unter ihnen auch der griechische Botschafter Panayotis Zografos - und "Freunde der Orthodoxie" nahmen teil. (ende)
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