Skiunfälle: Seilbahnwirtschaft setzt auf Information und Bewusstseinsbildung

Karl: "Ja zu Skihelmen, aber ohne gesetzliche Verpflichtung"

Wien (PWK003) - Helme tragen zweifelsohne zu mehr Sicherheit auf
den Pisten bei. Die österreichischen Seilbahnen empfehlen daher seit jeher allen Wintersportlern, sich bestmöglich zu schützen und haben vor Jahren bereits Initiativen zur Bewusstseinsbildung gesetzt.

Die heimischen Seilbahnen sprechen sich allerdings gegen die Einführung einer gesetzlichen Helmtragepflicht aus. "Wir appellieren vielmehr an die Eigenverantwortung der Wintersportler und tragen auch mit umfassenden Aufklärungsmaßnahmen intensiv zur Erhöhung der Sicherheit auf den Pisten bei", erklärt der Obmann der österreichischen Seilbahnwirtschaft, Ingo Karl, zur aktuellen Diskussion über eine mögliche Helmpflicht.

In Vorbereitung auf die laufende Saison wurde ein "Sicherheitsleporello" produziert, welcher an den österreichischen Liftkassen aufliegt und die wichtigsten Verhaltensregeln beinhaltet. Karl verweist weiters auf einen Kreativwettbewerb an den Schulen, der im Herbst durchgeführt wurde um Kinder auch direkt in die Sicherheitsmaßnahmen einzubinden.
Durch umfassenden Aktivitäten im Kinder- und Jugendbereich konnten gemeinsam mit Industrie und Handel in den letzten Jahren ein starker Trend zum Helm erzeugt werden. Nahezu 100% aller Kinder unter 6 Jahre tragen heute bereits Helme und bei den Jugendlichen und Erwachsenen steigt die Helmtragefrequenz von Jahr zu Jahr massiv, so Karl.

Eine generelle Skihelmpflicht wäre aus mehreren Gründen problematisch, erläutert der Geschäftsführer des Fachverbandes, Erik Wolf. "Wer sollte diese Pflicht kontrollieren, und wer sollte gegebenenfalls "Strafen" verhängen? Im täglichen Skibetrieb kann dies vom Seilbahnpersonal nicht zusätzlich wahrgenommen werden.

"Wenn sich jeder an die Pistenregeln hält und ausreichend Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber zeigt, können Unfälle auch ohne zusätzliche Pflichten vermieden werden", sind Karl und Wolf überzeugt:

"Eine Helmpflicht ist aus unserer Sicht nicht der richtige Weg. Viel zielführender ist die Schaffung eines Sicherheitsbewusstseins unter den Wintersportlern, das mehr umfasst als lediglich das Aufsetzen eines Skifahrerhelms. Und die Erwachsene sind speziell gefordert, verantwortungsvoll als Vorbilder für ihre Kinder zu handeln". (hp)

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