Rübig: Europa muss aus erneuter Gaskrise lernen

Rübig fordert verstärkte Investitionen im Ausbau der Wasserkraft

Brüssel, 7. Januar 2009 (ÖVP-PD) "Österreich wird von der aktuellen Gaskrise nicht unvorbereitet getroffen. Wir haben aus vorangegangenen Krisen gelernt, unsere Gasvorräte sichern die Versorgung vor allem der 1,3 Millionen Kleinverbraucher", sagte heute der Energiesprecher des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament, Dr. Paul Rübig. "Wenn es aber in den nächsten vierzehn Tagen zu keiner Lösung kommt, könnten die Konsequenzen einer allfälligen Notverordnung die industriellen Verbraucher als erste treffen", warnte Rübig. "Die Industriekunden, vor allem die Elektrizitätsversorger und die Großindustrie, müssen sich schon jetzt aufeinander abstimmen." ****

Der ÖVP-Europaparlamentarier forderte die tschechische Ratspräsidentschaft und die EU-Kommission auf, gemeinsam und mit einer Stimme zu handeln. "Die Unterbrechung der Gasversorgung aus Russland zeigt die Notwendigkeit eines verstärkten Engagements der EU-Institutionen bei der Sicherstellung der Energieversorgung. Die Abhängigkeit Europas von russischen Gaslieferungen führt uns vor Augen, dass die Versorgungssicherheit stärker berücksichtigt werden muss", so Rübig. "Dafür müssen wir auch auf mehrere Versorgungspartner setzen und dürfen uns nicht in die Geiselhaft nur eines Versorgers begeben", forderte Rübig. "Die zügige Fertigstellung der Nabucco-Pipeline ist dabei ein wesentliches Element der notwendigen Diversifizierungsstrategie."

Für Österreich forderte der Energiesprecher des ÖVP-Europaklubs rasche und verstärkte Investitionen in den Ausbau der Wasserkraft. "In der Wasserkraft liegt Österreichs große Stärke. Mit einem Ausbau unserer Wasserkraftkapazitäten schaffen wir eine bessere Versorgungssicherheit und gleichzeitig neue Arbeitsplätze in der Konjunkturkrise", so Rübig.

Auch das Ende Dezember von Europaparlament und Rat beschlossene Energie- und Klimapaket werde den Weg in Richtung einer Steigerung der Eigenversorgung ebnen. "Die Frage der Energiesicherheit ist für kein Land mehr autark lösbar. Energieversorgung und Versorgungssolidarität ist eine zentrale europäische Aufgabe. Hier kann die EU schützen und nützen. Dazu müssen wir diese Herausforderung aber auch ernsthaft angehen", so Rübig abschließend.

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