Humanitärer Aufenthalt: Menschenrechtliche Minimalstandards ...(2)

Landau: "Wenig Licht, viel Schatten"

Landau fasste bei der Pressekonferenz seine Eindrücke über den Ministerialentwurf in die Formel zusammen: "Wenig Licht, viel Schatten". Chalupka appellierte an die politisch Verantwortlichen, den Kurs zu wechseln. Mit der schlechten Behandlung von Menschen Probleme lösen zu wollen, sei der falsche Weg. Es sei sowohl moralisch verwerflich als auch dumm, mit einem solchen Kurs auf zusätzliche Wählerstimmen zu hoffen, so der Diakoniedirektor.

Er machte auch darauf aufmerksam, dass von der Regelung bestenfalls 10.000 Menschen betroffen seien. Diese Personen könne die österreichische Gesellschaft leicht "verkraften", so Chalupka, "denn sie hat sie schon verkraftet. Diese Menschen sind gut in Österreich integriert, arbeiten hier und ihre Kinder gehen hier zur Schule und sprechen perfekt Deutsch".

Am Donnerstag endet die Begutachtungsfrist für den neuen Gesetzentwurf des Innenministeriums, zu dem Patzelt bei der Pressekonferenz abschließend bemerkte, dass ihn beim Durchlesen Zorn und Ärger erfüllt hätten. Seine Forderung an die politisch Verantwortlichen: "Einige Überschriften belassen, alles andere wegschmeissen und nochmals anfangen".

O-Töne von der Pressekonferenz sind unter www.katholisch.at/o-toene abrufbar. (forts.mgl.)
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