Mumelter zur Gaskrise: Handel wie Konsumenten behandeln!

Österreichischer Handelsverband fordert Vollversorgung der Geschäfte

Wien (OTS) - Der Streit zwischen Russland und der Ukraine ist zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren in Westeuropa und Österreich angekommen. Wirtschaftminister Reinhold Mitterlehner lässt vor dem Hintergrund der Einstellung der russischen Gaslieferungen bereits eine Notverordnung ausarbeiten. In diesem Zusammenhang mahnt der Österreichische Handelsverband dringend die uneingeschränkte Zuweisung des insbesondere für die Beheizung der Geschäftsflächen nötigen Gases für den österreichischen Einzelhandel ein.

"Die Stopp der russischen Gaslieferungen nach Österreich war ähnlich wie zum Jahreswechsel 2005 vorhersehbar, was aber auch nicht tröstet", so der Geschäftsführer des Österreichischen Handelsverbandes, Dr. Stefan Mumelter, anlässlich der jüngsten Entwicklungen im Gasstreit. "Es hat aber den Anschein, als wäre Österreich durchaus vorbereitet. Insbesondere stellen die Reserven ein Fünftel des Jahresbedarfs dar, was aber nicht eins zu eins auf Wintermonate hochgerechnet werden sollte", so Mumelter weiter. Zweifellos müsse insbesondere auf Ebene der Europäischen Union mit aller Kraft auf eine politische Lösung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine hingewirkt werden. Andererseits ist aber auch ein entsprechender "Krisenplan" zur Sicherstellung der Gasversorgung in Österreich zu aktivieren.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner arbeite bereits an der entsprechenden Notverordnung. Es gelte nun vor allem, die Versorgung der 3,51 Millionen Privathaushalte sicher zu stellen. Insbesondere in der Industrie und der Energiewirtschaft müsse der Verbrauch reguliert, vor allem aber die Zulieferung zu den Spitzenzeiten koordiniert werden. Wesentlich sei nun, dass der österreichische Einzelhandel mit seinen etwa 53.500 Filial- und Einzelgeschäften und 15.97 Millionen Quadratmeter Geschäftsfläche "beheizt" bleibt.

Anders als die Industrie, die in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise zum Teil ohnehin mit zwischenzeitiger Drosselung der Produktion reagiert, müsse der Einzelhandel als unmittelbarer Konjunkturmotor direkt am Konsumenten gerade in der Krise mit dem besonders störungsfreien Betrieb seiner Geschäfte reagieren, warnt Mumelter. "Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sind diese Zusammenhänge natürlich klar und er wird diese im Falle einer Notverordnung garantiert berücksichtigen", zeigt sich Mumelter zuversichtlich.

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