BZÖ-Bucher fordert "Gasgipfel": Karten auf den Tisch legen!

Bevölkerung darf nicht im Unklaren gelassen werden

Wien (OTS) - "Das große Warten auf die Kälte in den Wohnungen ist der falsche Weg", kritisierte BZÖ-Klubobmann Abg. Josef Bucher die zögerliche und unbeholfene Vorgangsweise von Wirtschaftsminister Mitterlehner. Zunächst müssen die Karten bei einem "Gasgipfel" auf den Tisch gelegt werden, bevor die zum Teil völlig unterschiedlichen Informationen zu den österreichischen Gasreserven eine Panik verursachen. Zudem vermisst Bucher einen sinnvollen vorbereiteten Notfallplan der Regierung. Er warnt auch davor, dass sich die EU -sollte diese Krise nicht bewältigt werden - massiv in die Hände Russlands begibt.

"Auf Basis der bekannten Verbrauchszahlen bei unterschiedlichen Temperaturen muss es den Gasversorgern möglich sein, über die echten Reserven Auskunft zu geben", erklärte Bucher und forderte einen Gasgipfel mit allen Versorgern und allen Parlamentsparteien. Momentan schwanken die Meldungen zwischen wenigen Tagen und drei Monate und sorgen daher für Verunsicherung. Überdies können die gesamten Vorräte laut BZÖ aufgrund des progressiv steigenden technischen Aufwands nicht einmal angezapft werden.
Den gleichen "Gaskrieg" zwischen Russland und der Ukraine mit Versorgungsproblemen hat es fast auf den Tag genau schon vor zwei Jahren gegeben. "Erschreckend, dass schon die alte Große Koalition darauf nicht schon längst durch eine bessere Bevorratung reagiert hat oder zumindest Alternativenergien massiv gefördert wurden ", so Bucher. Und weiter: "Kaum ein Gedanke wurde an die ordentliche Versorgungssicherheit verschwendet!" Selbst ein rasch vorangetriebener Bau des Projekts Nabucco - eine neue Gaspipeline -bringt laut BZÖ erst in Jahren eine Entlastung.
Der aktuelle Notfallplan, auf den Mitterlehner jetzt zurückgreifen will, basiert zudem auf einem Horrorszenario, warnte Bucher. "Da geht es nur noch darum, wer zuerst vom Netz genommen wird." Das werde die Wirtschaft in den ohnedies schwierigen Zeiten zurückwerfen. Momentan ist auch die EU massiv gefordert, so Bucher. Nun könne die Gemeinschaft zeigen, dass sie für ihre eigenen Bürger in erster Linie zur Verfügung steht, statt sich in fremde Abhängigkeit zu begeben oder im Nahen Osten als Vermittler tätig zu sein.

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