ARBÖ: Europäisches Erfolgsmodell "Verschrottungsprämie" soll Österreichs Autokäufern nicht vorenthalten werden

Nicht nur in Frankreich, sondern auch in Italien war Verschrottungsgrämie erfolgreich - ARBÖ-Forderung für Autogipfel

Wien (OTS) - Nicht nur in Frankkreich, sondern auch in Italien
haben Verschrottungsprämien für Altautos den Neuwagenmarkt bereits erfolgreich angekurbel und in Spanien und Deutschland werden sie eingeführt. "Kurzum, alle großen Autostaaten Europas bieten den Konsumenten bereits Kaufanreize für Neuwagen. Es ist nicht einzusehen, warum ausgerechnet den österreichischen Autokäufern dieses europäische Erfolgsmodell vorenthalten werden sollte", stellt ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil fest und fordert die Regierung vor dem Autogipfel am kommenden Donnerstag auf, eine Verschrottungsprämie für Altautos auch in Österreich einzuführen.

"In der Krise muss man an allen Schrauben drehen", argumentiert der ARBÖ-Geschäftsführer. Gerade die Autokäufer dürfen nicht zu kurz kommen.
Wer seinen über 12 Jahre alten PKW (zugelassen vor 1997) gegen ein neues eintauscht, soll 1000 Euro Prämie bekommen. So sieht es ein Modell des Arbeitskreises der Autoimporteure Österreichs vor. Alte PKW stoßen 104 Mal mehr Schadstoffe aus wie neue und verbrauchen 25 Prozent weniger Treibstoff. "Wenn es im Rahmen einer zeitlich befristeten Verschrottungsprämie gelingt, auch nur einen Bruchteil der 1,45 Millionen alten PKW (die noch in Umlauf sind) einzutauschen, ist der Umwelt und der Wirtschaft gleichzeitig geholfen", fügt der ARBÖ-Geschäftsführer hinzu. Da die Autowirtschaft bereit ist, die Hälfte der Prämie zu zahlen, müsste der Staat - bei 60.000 eingetauschten Autos - nur 30 Millionen Euro für diese Aktion aufbringen. Den Großteil dieser Kosten (24 Millionen Euro) kann der Staat finanzieren, ohne das Budget zu belasten. Er hat nämlich seit der NoVA-Reform (Mitte 2008) 24 Millionen mehr eingenommen, mit denen der abgetretende Finanzminister Molterer nicht gerechnet hatte.

Da der heimische Automarkt seit Jahresmitte 2008 rückläufig ist, würde es gerade jetzt viel Sinn machen, mit einer Verschrottungsprämie gegenzusteuern und einen wichtigen Schritt näher in Richtung Kioto-Protokoll zu kommen.

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