Mölzer: EU muss bei Vermittlung im Gazakonflikt ausgewogene Haltung einnehmen

Israelische Notwehrexzesse sind ebenso zu verurteilen wie der Beschuss südisraelischer Orte durch Hamas-Raketen - Hamas ist als Verhandlungspartner nicht grundsätzlich auszuschließen

Wien (OTS) - Es sei zu begrüßen, dass die EU eine Vermittlungsmission im blutigen Konflikts im Gazastreifen unternimmt, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Allerdings ist Brüssel gut beraten, anders als die USA eine ausgewogene Haltung einzunehmen. Denn mit einer pro-israelischen Haltung wird sich dieser Konflikt mit Sicherheit nicht lösen lassen", fügte Mölzer hinzu.

Insbesondere sei es notwendig, so der freiheitliche EU-Mandatar, dass die Europäische Union die Notwehrexzesse Israels im Gazastreifen klar verurteilt: "Seit Ausbruch der Kampfhandlungen sind Hunderte Palästinenser ums Leben gekommen, darunter unzählige Zivilisten, Frauen und Kinder." Allerdings müsse die EU auch die radikal-islamische Hamas in die Pflicht nehmen. "Der Hamas ist klar zu machen, dass der Beschuss südisraelischer Orte mit Raketen einzustellen ist und dass sie sich vom Terror zu distanzieren und das Lebensrecht Israels anzuerkennen hat", betonte Mölzer

Weiters erklärte Mölzer, dass die Hamas, sofern sie sich vom Terror distanziert, sehr wohl als Gesprächs- und Verhandlungspartner in Frage käme. "Schließlich ist die Hamas im Jänner 2006 eindeutig als stärkste Partei aus den demokratischen Wahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten hervorgegangen. Wenn die Hamas daher aus grundsätzlichen Erwägungen als Verhandlungspartner ausgeschlossen wird, dann wird dies die westliche Demokratie in den Augen unzähliger Araber diskreditieren", schloss der freiheitliche Europaparlamentarier.

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