Ausstellung "Orte der Erinnerung" in Währing

Bezirksmuseum 18 ab Donnerstag, 8. Jänner, geöffnet

Wien (OTS) - Nach der traditionellen "Weihnachtssperre" öffnet das Bezirksmuseum Währing (18., Währinger Straße 124) erstmals am Donnerstag, 8. Jänner, wieder seine Pforten. Zu sehen gibt es eine reichhaltige bezirkshistorische Sammlung und eine Sonder-Ausstellung mit dem Titel "Orte der Erinnerung". Jüdische Friedhöfe in Wien-Währing und in Hamburg-Altona stehen im Mittelpunkt der Sonder-Ausstellung. Die Schau dokumentiert unterschiedliche Arten des Umganges mit israelitischen Begräbnisstätten. So ist das Areal in Hamburg bereits geraume Zeit renoviert, doch die Anlage in Währing befindet sich in einem tristen Zustand. Beeindruckende Bilder und Texte unterstreichen den Stellenwert der Kulturdenkmäler und mahnen eine Sanierung des Friedhofs im 18. Bezirk ein. Die Ausstellung "Orte der Erinnerung" läuft noch bis Sonntag, 25. Jänner. Jeweils am Donnerstag (18 bis 20 Uhr), Sonntag (10 bis 12 Uhr) und Montag (9.30 bis 11.30 Uhr) ist das Museum bei freiem Eintritt zugänglich.

Heft "Der jüdische Friedhof" gegen Spende erhältlich

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein informatives Heft des Museumsvereins Währing. Die bebilderte Publikation trägt den Titel "Der jüdische Friedhof Währing (Ort der Erinnerung und Denkmal einer untergegangenen Welt)", hat einen Umfang von ca. 30 Seiten und ist im Rahmen der Schriftenreihe "Unser Währing" (4. Heft 2008, 43. Jahrgang) erschienen. Das Druckwerk wird im Museum gegen Spenden an Interessierte abgegeben.

Kuratiert wurde die Sonder-Ausstellung durch die Historikerin Tina Walzer, die sich bereits seit Jahren wissenschaftlich mit dem israelitischen Friedhof in Währing beschäftigt. Einen Teil der Dokumentation stellte die "Stiftung Denkmalpflege Hamburg" zur Verfügung. Beim Vergleich des jüdischen Friedhofs in Wien-Währing mit der Anlage in Hamburg-Altona erkennt man etliche Parallelen. So ist die Zahl der Grabstellen etwa gleich und es erfolgten während der NS-Ära auf beiden Friedhöfen bestürzende Zerstörungen. Gräber bedeutender Persönlichkeiten kann man auf beiden Arealen entdecken. In Hamburg-Altona ist zum Beispiel die Grabstelle der Familie Mendelssohn und in Wien-Währing die Begräbnisstätte der Familie Hofmannsthal zu finden. Die Schau steht unter dem Ehrenschutz des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Ariel Muzicant. In den letzten Jahren hat Tina Walzer mehrfach im Rahmen von Führungen und verschiedenen anderen Aktivitäten auf die Notwendigkeit einer Sanierung des jüdischen Friedhofs in Währing hingewiesen. Das ehrenamtliche Team des Bezirksmuseums Währing unterstützt die Bemühungen der Historikerin.

Allgemeine Informationen:

o Bezirksmuseum Währing: www.bezirksmuseum.at/waehring/ o Israelitische Kultusgemeinde: www.ikg-wien.at/

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

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Oskar Enzfelder
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