Neues Volksblatt: "Sanierungsweg" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 30. Dezember 2008

Linz (OTS) - Kein Zweifel: Die Krankenkassen müssen Boden unter
die Füße bekommen, ihre Schuldenlast von 1,2 Milliarden Euro muss reduziert werden. Auch kein Zweifel: Zu diesem Ziel führt nicht bloß ein Weg. Der einfachste, nämlich der Staat greift in die Tasche (der Steuerzahler) und stellt die Kassen auf Null, ist zugleich der fragwürdigste. Denn dann müsste sich niemand anstrengen, sprich durch strukturelle Reformen auch Einsparungsbewusstsein zu zeigen. Der nunmehrige Gesundheitsminister und frühere GKK-Obmann in OÖ, Alois Stöger, weiß genau, wie man eine Krankenkasse möglichst effizient führt. Und er weiß auch, was aus OÖ an Solidaritätsleistungen abgeflossen ist, damit eine Kasse wie jene in Wien halbwegs über die Runden gebracht werden konnte. Auch wenn es Stöger nun als Minister möglicherweise schwer fallen wird, von seinem Gewerkschaftskollegen und Wiener Kassenobmann Franz Bittner entsprechende Vorleistungen für eine Teilentschuldung zu fordern: Nur die Hand aufzuhalten wird zu wenig sein. Der Rechnungshof hatte das Sparpotenzial der Wiener Kasse mit 80 Millionen Euro beziffert: Über dessen Ausschöpfung führt der Weg zu einer sanierten Kasse.

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