Familienverband: Regierung soll Kaufkraft der Familien stärken

Familiensteuer-Modell des Familienverbandes trägt dem Umstand Rechnung, dass Familien "Österreichs Wirtschaftsmotor" sind

Wien, 29.12.08 (KAP) Die Kaufkraft der Familien "ist Österreichs Wirtschaftsmotor", deshalb gelte es die Familien in der derzeit schwierigen Wirtschaftslage besonders zu stärken: Das betonte der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) in einer Aussendung und warb zugleich für sein Familiensteuer-Modell, das einen Kaufkrafteinbruch verhindern soll. Nach dem Motto "Existenzrecht vor Steuerpflicht" schlägt KFÖ-Präsident Clemens Steindl ein steuerfreies Existenzminimum für jedes Familienmitglied vor, denn die Auswirkungen der globalen Krise würden "finanziell schwache Familien besonders stark treffen".

Auch aus wirtschaftspolitischer Sicht sei es sinnvoll, gerade jetzt eine substanzielle Familiensteuerreform zu beschließen, betonte Steindl. Damit könne einem Konsumeinbruch vorgebeugt werden, wie er in den USA bereits eingetreten sei.

Das Steuermodell des Familienverbandes sieht - unter Beibehaltung des Individualsteuersystems - ein steuerfreies Existenzminimum mittels Absetzbeträgen für jedes Familienmitglied vor. Pro Kind sollten zumindest 5.000 Euro durch Absetzbetrag zum Eingangssteuersatz steuerfrei gestellt werden. Beim derzeitigen Steuersatz von 38,33 Prozent entspreche das einem Absetzbetrag von 1.917 Euro pro Jahr. Dies bedeute eine Verdreifachung des Kinderabsetzbetrages von gegenwärtig 610,80 Euro. Für Alleinverdiener sollten – unter bestimmten Voraussetzungen - 7.000 Euro steuerfrei gestellt werden, der Alleinverdienerabsetzbetrag werde somit von derzeit 364 Euro auf 2.683 Euro versiebenfacht.

Im Koalitionspakt der neuen Regierung ist die Anhebung des Alleinverdienerabsetzbetrages nicht vorgesehen. Die Bundesregierung dürfe die Alleinverdienerhaushalte aber nicht vernachlässigen, forderte Steindl. Es werde immer Fälle geben, bei denen es nahezu unmöglich ist, dass beide Elternteile erwerbstätig sind. "Dies wird steuerlich nicht anerkannt", bedauerte der KFÖ-Präsident. Er forderte eine deutliche Erhöhung des Alleinverdienerabsetzbetrages, wenn zumindest ein noch nicht schulpflichtiges Kind, ein behindertes Kind oder ein Angehöriger ab Pflegestufe 3 zu Hause betreut werden.

Vom Steuermodell des Katholischen Familienverbandes würden 1,9 Millionen Kinder profitieren, erklärte Steindl. Die Kosten des steuerfreien Existenzminimums für jedes Familienmitglied schätzt er auf 2,45 Milliarden Euro. (ende)
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