WKNÖ-Umfrage:

NÖ Leitbetriebe gut aufgestellt!

St. Pölten (OTS) - Anlässlich des Jahreswechsels hat die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) beim Meinungsforschungs-und Strategieberatungsunternehmen Peter Hajek Public Opinion Strategies eine Umfrage unter den blau-gelben Leitbetrieben in Auftrag gegeben. 102 Firmen wurden zu ihren Zukunftserwartungen befragt.

Als repräsentatives Sample für die 589 niederösterreichischen Leitbetriebe wurden Mitte Dezember Manager aus 102 Unternehmen befragt. Das Ergebnis: Obwohl die Führungsverantwortlichen für die kommenden sechs Monate eine Eintrübung der Wirtschaftsentwicklung sehen, bezeichnet die Hälfte von ihnen die aktuelle wirtschaftliche Lage für ihr eigenes Unternehmen als "gut": Für die nächsten sechs Monate wird von sieben von zehn Befragten (70 %) eine gleichbleibende oder günstigere Entwicklung der eigenen Firma erwartet. Dem Wirtschaftsstandort Niederösterreich geben aktuell 83 Prozent der Befragten die Noten "gut" oder "befriedigend". Das nächste halbe Jahr sehen fast vier von zehn (38 %) Befragten mit gemischten Gefühlen:
Sie erwarten eine ungünstigere Entwicklung auf blau-gelbem Boden.

Jedes fünfte Unternehmen (21 %) macht es von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig, ob Mitarbeiter eingestellt bzw. abgebaut werden. Die Mehrheit der Befragten (70 %) möchte den aktuellen Mitarbeiterstand halten.

Die Frage nach den Investitionen zeigt, dass sich die blau-gelben Leitbetriebe auch durch schwierige Zeiten nicht davon abhalten lassen, ihre langfristigen Investitionspläne umzusetzen. Mehr als die Hälfte (55 %) der Unternehmen werden auch 2009 investieren. Ein Viertel (25 %) wartet noch ab. Interessant: Je größer ein Unternehmen ist, desto eher werden geplante Investitionen auch durchgeführt.

Was die Wirtschaftspolitik betrifft, hat das Thema "Energie" einen großen Stellenwert: Für über die Hälfte der Unternehmen (54 %) hat die Senkung der Energiekosten Priorität. Es folgen die Abschaffung der Kreditgebühren und der Wunsch nach der längeren Durchrechnung bei der Arbeitszeit.

Um die längerfristige wirtschaftspolitische Perspektive im Auge zu behalten, hat die Wirtschaftskammer NÖ das wirtschaftspolitische Standortprogramm "2010 +" entwickelt. Das Konzept zielt auf jene Zeit ab, wenn es mit der Konjunktur wieder bergauf geht. Es sieht antizyklische Maßnahmen vor, die Niederösterreich im internationalen und europäischen Standortwettbewerb richtig positionieren sollen, wenn der Wirtschaftsmotor wieder auf Hochtouren läuft. Im Rahmen von "2010 +" sind vier Standortsymposien vorgesehen, deren Themen ebenfalls im Rahmen der Umfrage abgetestet wurden. An der Spitze liegt dabei der Bereich Innovation und Technologie: Ein Drittel (31 %) der Unternehmen halten diesen Bereich für besonders wichtig. Unterstützung bei Exporten und Geschäftstätigkeiten wünscht sich jeder vierte Befragte (25 %). Ebenfalls ein Viertel der Manager sprechen sich für eine Vernetzungsplattform zur besseren Zusammenarbeit von Bildungssektor und Wirtschaft aus. Und für die neuesten Trends (neue Geschäftsfelder hinsichtlich Freizeit- und Konsumverhalten) interessiert sich jeder fünfte (19 %) Befragte.

Mit einer eigenen Helpline hat die Wirtschaftskammer NÖ auf die aktuelle wirtschaftliche Situation reagiert. Diese ist mittlerweile von 500 Unternehmen genutzt worden. Das Thema Kredite ist auch für die Leitbetriebe relevant, allerdings wohl nicht so stark wie für Klein- und Mittelbetriebe. Vier von fünf (81 %) der "Big Player" geben an, keine Probleme beim Kreditansuchen zu haben bzw. in den letzten Wochen und Monaten gar kein Kreditansuchen gestellt zu haben.

Auch der Blick in die Zukunft ist durchwegs positiv - und richtet sich nach Osten: Die "Osterschließung" ist für vier von zehn (42 %) Befragten ein "attraktiver Zukunftsmarkt". An zweiter Stelle folgt der Bereich "Import/Export", der für jeden fünften Leitbetrieb ein Zukunftsthema ist (20 %).

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl, sieht die Studienergebnisse durchaus positiv, aber auch als Auftrag: "Unsere Leitbetriebe zeigen sich auch in schwierigen Zeiten gut aufgestellt. Allerdings ist es jetzt die dringlichste Aufgabe der Wirtschaftspolitik, verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen, damit der Wirtschaftskreislauf wieder ordentlich in Schwung kommt!"

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