ARBÖ: Verschrottungsprämie - Wann, wenn nicht jetzt

Würde Staat nur 30 Millionen Euro kosten - Diese Mehrkosten sind durch Mehreinnahmen aus NoVA gedeckt - Altes Auto stößt 104 Mal soviel Schadstoffe aus wie neues

Wien (OTS) - Der ARBÖ ist für eine Einführung einer Verschrottungsprämie auch in Österreich, nachdem auch andere Staaten Europas, wie Italien, Frankreich, Spanien und jetzt auch Deutschland, mit einer Verschrottungsprämie die Krise am Automarkt bekämpfen. Diese würde der Wirtschaft nutzen und dem Staat nur 30 Millionen Euto kosten, geht man von einer 1.000-Euro-Verschrottungsprämie für Altautos aus. Die Hälfte der Prämie wird von der Wirtschaft selbst getragen, denn: "Allein in den ersten vier Monaten nach der NoVA Reform hat der Finanzminister 24 Millionen Euro mehr kassiert, inklusive Mehrwertsteuer - obwohl die Autoverkäufe rückläufig waren. Mit diesen Mehreinnahmen aus der NoVA-Reform kann man die Verschrottungsprämie zu 80 Prozent finanzieren", rechnet ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil vor.

Der ARBÖ hat sich bisher aus ökologischen Gründen für eine Verschrottungsprämie ausgesprochen. Dazu ein Vergleich: Ein fünfzehn Jahre alter Diesel-Pkw stößt 104 Mal soviel Schadstoffe (Stickoxide, Feinstaub, Kohlenmonoxid, HC) aus, produziert um 30 Gramm mehr CO2 und verbraucht im Schnitt 1,5 Liter mehr Diesel als ein neuer. Leo Musil: "Allein dieser Vergleich zeigt, wie sinnvoll es aus Umweltschutzgründen ist, diese alten Fahrzeuge so schnell wie möglich ein für alle Mal aus dem Verkehr zu ziehen."

1,45 von 4,2 in Österreich zugelassenen PKW sind über 10 Jahre alt. In ihrem Modell gehen die Autoimporteure davon aus, dass mit Hilfe der Verschrottungsprämie 60.000 endgültig von der Straße weg gebracht werden können. In diesem Falle erspart man der Umwelt -jedes Jahr danach! - 18.309 Tonnen Schadstoffe. Und zwar nachhaltig. Obendrein würden Jahr für Jahr 44.000 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen und damit ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung des Kioto-Zieles geleistet, fügt der ARBÖ-Geschäftsführer hinzu. "Eine Verschrottungsprämie ist gut für die Umwelt und gut für die Wirtschaft. Gerade jetzt, wo der Automarkt auch in Österreich stark einbricht, wäre sie ein effizientes Instrument, kurzfristig über die Krise zu helfen. Ökologie und Ökonomie ist hier kein Widerspruch."

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Woitsch
Tel.: (++43-1) 89121-205
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001