Gaskartell: FPÖ verlangt mutige Wende in der Energiepolitik

Hofer: Mehr Förderung für erneuerbare Energie - keine Wohnbauförderung für Gas- und Ölheizungen

Wien (OTS) - Aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung rund um die Bildung eines Gaskartells fordert die FPÖ eine mutige Wende in der Energiepolitik Österreichs. FPÖ-Energiesprecher NAbg. Norbert Hofer hat dazu bereits vor knapp zwei Jahren ein Buch herausgegeben, das im Frühling 2009 im Rahmen einer Neuauflage präsentiert werden wird. Bereits in dieser Publikation wurde die hohe Abhängigkeit von ausländischem Gas als hohes Risiko bewertet. Der Bau der Nabucco-Pipeline sei aber, so Hofer, keine Lösung: "Hier entstehen andere Abhängigkeiten, noch dazu von echten Krisenregionen. Das stelle ich mir nicht unter einer seriösen Risikostreuung vor."

Hofer verlangt eine radikale Wende in der Energiepolitik Österreichs:
"Wir müssen die Abhängigkeit vom fossilen Tropf beenden. Sonst bleiben wir Kartellen und fremden Mächten am Ölhahn völlig ausgeliefert. Österreich hat einen reichen Schatz an erneuerbaren Ressourcen. Ich bin anders als die Grünen nicht nur für die vermehrte Nutzung von Photovoltaik, Geothermie und Windkraft sondern auch für die noch stärkere Nutzung der Wasserkraft und den optimalen Einsatz von Biomasse."

Die FPÖ will künftige Wohnungen und Häuser, die im Neubau oder bei der Sanierung auf Gas- oder Ölheizungen setzen nicht mehr durch die öffentlich Hand finanziell fördern. Im Gegenzug sollen Wärmepumpen, Pelletsheizungen, Photovoltaikanlagen, Solarthermie sowie die Nutzung aller erneuerbaren Ressourcen stärker unterstützt werden. Positiv äußert sich Hofer zu den ersten Schritten in Richtung einer thermischen Sanierungsoffensive durch die Bundesregierung.

Hofer: "Wenn wir die Weichen nicht jetzt neu stellen, werden wir in Zukunft gezwungen werden, unter großen Entbehrungen umzustellen. Unsere Wirtschaft und unsere privaten Haushalte werden sich die immer teurer werdende fossile Energie dann nur mehr schwer leisten können. Wer sich von den jetzt kurzfristig gesenkten Preisen blenden lässt, der ist ein Narr."

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