Kardinal Schönborn: "Schaut auf die Nächsten in Not"

Wiener Erzbischof betont zum Auftakt der ORF-Aktion "Licht ins Dunkel" Notwendigkeit der Solidarität

Wien, 24.12.08 (KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat am 24. Dezember zum Auftakt der ORF-Aktion "Licht ins Dunkel" an die Menschen appelliert, auf den "Nächsten in Not" zu schauen. Im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes stehe schließlich das "obdachlose Kind in der Krippe von Bethlehem, fast möchte man sagen, ein Flüchtlingskind". In den Beratungsstellen der Caritas, die ein "Seismograph" der sozialen Entwicklung sei, habe die Zahl der Hilfesuchenden enorm zugenommen, sagte der Wiener Erzbischof im Gespräch mit Peter Rapp. "Gottseidank" gebe es in Österreich eine ausgeprägte Solidarität, vor allem die Pfarrgemeinden bilden "ein großartiges Netzwerk der Solidarität", unterstrich Kardinal Schönborn. Als erfreulich bezeichnete der Wiener Erzbischof die Einführung der steuerlichen Absetzbarkeit für Spenden an karitative Organisationen. Das sei zweifellos eine große Hilfe, "damit die Spenden nicht abnehmen".

Beim Auftakt der "Licht ins Dunkel"-Aktion erinnerte Kardinal Schönborn daran, dass sich die Solidarität nicht auf Österreich beschränken darf, sondern auch eine weltweite Dimension hat. In den kommenden Tagen würden im Rahmen der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar wieder Buben und Mädchen in ganz Österreich um Spenden für Menschen in den ärmsten Ländern bitten, vor allem für Kinder.

Kardinal Schönborn unterstrich im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, dass der Mensch im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen muss. Eine Wirtschaft, die den Menschen nicht in den Mittelpunkt stelle, hebe sich selbst auf. (ende)
K200811627
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001