ÖH: Durchführungsverordnung für Studiengebühreneinhebung ist leistungsfeindlich - Geld sparen und Studiengebühren komplett abschaffen

ÖH ortet Probleme bei Durchführungsverordnung, einfachste Lösung wäre Komplettabschaffung

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) ortet bei der vom Ministerium vorgeschlagenen Durchführungsverordnung für die Einhebung der Studiengebühren einige gravierende Schwachpunkte. ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed: "Es wäre eine Farce gerade besonders leistungswillige Studierende dadurch zu bestrafen, dass sie in allen ihren Studienrichtungen in Regelstudienzeit plus zwei Toleranzsemester bleiben müssen um von den Studiengebühren befreit zu bleiben. Diese leistungsfeindliche Regelung darf auf keinen Fall umgesetzt werden."

Weiters kritisiert die ÖH die gravierende Schlechterstellung von Bachelor- zu Diplomstudierenden bei der von Studienabschnitten abhängigen Toleranzsemesterregelung. "Es ist absolut unverständlich wieso es den Universitäten bei den Bachelorcurricula nicht ermöglicht werden soll mehrere Studienabschnitte einzuführen. Diese Interpretation des Gesetzes führt dazu, dass Diplomstudierende in 4 Studienjahren 4 oder 6 Toleranzsemester bekommen, Bachelorstudierende jedoch bei 3 Studienjahren nur 2 Toleranzsemester zur Verfügung stehen. Diese Interpretation ist abgesehen von ihrer zweifelhaften Argumentation gröblich benachteiligend und ungerecht", kritisiert ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed.

Abschließend betont die ÖH, dass nur eine vollständige Abschaffung der Studiengebühren die momentanen Probleme wirklich beheben würde. Da das Chaos, welches durch die Beschlüsse vom 24. September verursacht wurde, anscheinend durch die Verordnung nicht gelöst werden kann, muss die Totalabschaffung der Studiengebühren die logische Konsequenz sein. "Die vorgeschlagene Regelung ist in erster Linie teurer, ungerecht und mit unverhältnismäßig hohen Aufwand der Universitäten verbunden. Die billigste Lösung für alle wäre noch immer die Studiengebühren komplett abzuschaffen. Wir hoffen darauf, dass auch das Ministerium noch zu dieser Erkenntnis kommt", unterstreicht Al-Mobayyed abschließend.

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