VP-Anger-Koch: Offene Diskussion über Wiener Jugendarbeit gefordert

Wien (VP-Klub) - Im Bereich der Wiener Jugendarbeit bestehen
derzeit eine Vielzahl von unterschiedlichen Einrichtungen und Vereinen, die für ihre Tätigkeiten von der Stadt und den Bezirken erhebliche Subventionen erhalten. Allein die beiden Vereine wienXtra und der Verein Wiener Jugendzentren können über rund 20 Mio. Euro an Subvention verfügen. "Mehrfach wurde von der ÖVP Wien eine Evaluierung der außerschulischen Wiener Jugendarbeit durch externe Stellen und Experten gefordert. Die Ablehnung durch die SPÖ, mit der Begründung, dass eine solche nicht notwendig sei, da ohnehin alles intern evaluiert werde, können wir beim besten Willen nicht gelten lassen. Hier geht es immerhin um Millionenbeträge aus dem Steuertopf der Wienerinnen und Wiener", begründete heute die Familiensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ines Anger-Koch, die Ablehnung der Jahressubventionen für wienXtra sowie den Verein Wiener Jugendzentren seitens der ÖVP im heutigen Gemeinderat. Zudem ist die außerschulische Wiener Jugendarbeit derzeit auch Gegenstand einer Kontrollamtsprüfung. Das Ergebnis dieser Prüfung ist bislang aber noch ausständig.

Strukturen der Wiener Jugendarbeit entsprechen nicht mehr der Zeit

Die Strukturen der Wiener Jugendarbeit haben sich in den letzten 30 Jahren nur unwesentlich verändert. "Die Strukturen sind verknöchert. Ob die Arbeit im Bereich der außerschulischen Jugendarbeit noch zeitgemäß ist und heutigen Maßstäben entspricht ist daher stark zu bezweifeln. Denn die sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Laufe der Jahre geändert", so Anger-Koch.

Um eine den aktuellen Gegebenheiten und Anforderungen entsprechende Jugendarbeit in der Bundeshaupt weiterhin zu gewährleisten und eine höchstmögliche Effizienz beim Einsatz der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel sicherzustellen, müsse die Wiener Jugendarbeit im Jahr 2009 einer umfassenden Analyse unterzogen werden. Auf Basis gesicherter Erkenntnisse und internationaler Vergleiche müssten dann mögliche Entwicklungs- und Reformschritte in die Wege geleitet werden. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass Strukturen und Budgetansätze Jahr für Jahr einfach fortgeschrieben, sondern statt dessen den entsprechenden Erfordernissen angepasst werden.

"Wir, die ÖVP Wien, fordern eine offene Diskussion über die außerschulische Wiener Jugendarbeit. Es gibt auf Seiten der SPÖ keinen vernünftigen Grund, sich der Diskussion zu verweigern. Nach 30 Jahren des Stillstandes muss es möglich sein, über Strukturanpassungen und Rahmenbedingungen im Bereich der Jugendarbeit zu sprechen. Holen wir die Jugendarbeit spät aber doch ins 21. Jahrhundert. Die Kinder und Jugendlichen dieser Stadt werden es uns danken", schloss Anger-Koch.

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