Weihnachtskampagne des Integrationshauses

Wien (OTS) - Die 14. Gute Zeitung, Inserate in Printmedien und "Weihnachtssackerln" geben Flüchtlingen Hilfe - und den SpenderInnen ein gutes Gewissen!

Die 14. Ausgabe der Guten Zeitung wird in diesen Tagen mit einer Auflage von mehr als 1,5 Mio. Exemplaren an alle im Zustellbereich von feibra liegenden Haushalte in halb Österreich verteilt. Menschen in Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark lesen ein Blatt, das Hilfe und Hoffnung geben soll. Ein wichtiges Ziel ist auch, eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der in diesem Jahr besonders angespannten finanziellen Situation des Integrationshauses zu erreichen.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind berührende Geschichten aus dem Alltag im Integrationshaus. Die Beiträge stammen von Chefredakteurin Karin Strobl, Edith Meinhart, Thomas Varkonyi und Willi Resetarits, zwei Weihnachtsgeschichten steuerten Christine Nöstlinger und Frank Hoffmann bei. Testimonials der Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner, der Nationalratsabgeordneten der Grünen Alev Korun, Billa-Vorstandssprecher Volker Hornsteiner, Porr-Direktor Olugbenga Oduala, Schwimm-Europameister Dinko Jukic und Globalisierungskritiker Jean Ziegler bitten um Unterstützung des Integrationshauses und der Menschen, die darin leben.

Dieses Haus bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit: Mehrsprachige und professionelle Intensivbetreuung für Traumatisierte, AlleinerzieherInnen, chronisch Kranke und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim Spracherwerb, bei der Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt sind nur einige von zahlreichen Maßnahmen, die den Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, vor allem eines geben sollen: Hoffnung auf ein neues, besseres Leben.

Heimlicher "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wieder ein Zahlschein, der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln soll. Und nicht zuletzt soll das Blatt auch zum 15. Wiener Flüchtlingsball am 20. Februar
2009 im Wiener Rathaus einladen.

Die Gestaltung der Guten Zeitung übernahmen Rainer Dempf , Gottfried Moritz und Erik Turek (buero8). Ermöglicht wurde das Erscheinen der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch feibra.

Die politische Botschaft der Zeitung ist, dass Österreich Asylsuchende mit einem fairen und verfassungskonformen Asylverfahren vor Krieg, Verfolgung und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt sie auszugrenzen und abzuschieben. Es gibt zwar eine minimale Grundversorgung, aber zuwenig Beratungs- und Integrationsangebote. Das Fremdenrechtspaket 2005 und das Asylgerichtshof-Einrichtungsgesetz haben eine Reihe von Schikanen und Gemeinheiten gegenüber Asylsuchenden gebracht. Auch das neue Regierungsprogramm lässt in diesem Bereich nicht viel Gutes erwarten. "Die Formulierungen im Regierungsprogramm sind vom Geist des Miißtrauens gegenüber Asylsuchenden getragen, der sie ins Kriminalisierung-Eck stellt und überall Mißbrauch vermutet, " stellt Sepp Stranig, Herausgeber der Guten Zeitung fest.

Gleichzeitig werden in profil, Der Standard und falter Inserate geschaltet, die auf humorvolle Weise die neuen Vorschläge der Frau Innenministerin, die Gewährung eines humanitären Aufenthaltsrechtes an private Bürgschaften zu binden, kitisieren und um Spenden für die Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten ("Wir brauchen Schotter, Mitzi!"). "Wir brauchen keine Privatisierung von Rechtsansprüchen durch private Bürgschaften, sondern Geld und Ressourcen für die Betreuung sowie eine unabhängige Rechtsberatung und faire Verfahren!" verlangt Sepp Stranig.

Und nicht zuletzt beteiligen sich wieder die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima und BILLA mit der Aktion "Schenk Dir die Verpackung" an der Weihnachtskampagne des Integrationshauses. Beim "natürlich Wien"-Stand am Christkindl-Markt am Wiener Rathaus-Platz und beim "natürlich Christkind"-Stand am Cobenzl sowie in allen BILLA-Filialen werden wiederverwendbare Weihnachtssackerln verkauft, deren Erlös an das Integrationshaus geht.

Mit all diesen Aktionen soll die Arbeit des Integrationshauses im nächsten Jahr gesichert werden. Die Finanzierung und die Sicherung der professionellen Arbeit sind Jahr für Jahr eine schwierige Aufgabe. So müssen etwa 25 % des Gesamtbudgets mit Hilfe von privaten SpenderInnen, Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen aufgebracht werden.

"Für die intensive Betreuungsarbeit von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, AlleinerzieherInnen und traumatisierten Flüchtlingen braucht das Integrationshaus ganz dringend Unterstützung, weil der öffentlichen Hand der besondere Betreuungsbedarf sowie Rechtsberatung und Integrationsmaßnahmen für Asylsuchende und Konventionsflüchtlinge zuwenig wert sind! Die Kostensätze sind seit Jahren eingefroren und keineswegs kostendeckend. Bitte schenken Sie Flüchtlingen Hoffnung auf ein neues Leben!" appelliert Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses.

"Wir hoffen, dass unsere diesjährige Weihnachtskampagne als deutliches Signal gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Hass und Angst angenommen wird und den Menschen unser Aufruf zum Spenden ans Herz geht!" wünschen sich Andrea Eraslan-Weninger und Sepp Stranig unisono.

www.integrationshaus.at

Rückfragen & Kontakt:

Sepp Stranig
Tel.: 0699 1 369 63 63
PS: Titelblatt, Spendenaufrufe und U4 der GZ 14 sind als
druckfähige pdfs erhältlich - Bitte um RR!

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IGH0001