SP-Hora: Wien betreibt innovative Verkehrspolitik

Kritik von G-Maresch an Aktualisierung des Masterplan Verkehr zurückgewiesen

Wien (SPW-K) - "Mit der Aktualisierung des Wiener Masterplans für Verkehr aus dem Jahr 2003 reagiert die Stadtregierung auf die bislang erfolgte sowie auf zu erwartende Entwicklungen im Verkehrsgeschehen. Die Maßnahmen sichern die Priorität des öffentlichen Verkehrs ohne die Notwendigkeiten auf dem Gebiet des Individualverkehrs zu vernachlässigen. Wer meint, Öffentlichen und Individualverkehr unbedingt gegeneinander ausspielen zu müssen, der verfolgt eine kurzsichtige Verkehrspolitik", stellte Freitag der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ und Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Wiener Gemeinderates, Karlheinz Hora, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Aussagen von G-Maresch fest.

"In Wien kommt der öffentliche Verkehr nicht, wie von Maresch behauptet, unter die Räder. Das Gegenteil ist der Fall", betonte Hora. Wien forciert weiterhin einerseits den Ausbau des U-Bahnnetzes wie ebenso den öffentlichen Oberflächenverkehr". Die Einrichtung u.a. der neuen Straßenbahnlinien 25 und 26 in Floridsdorf und in der Donaustadt sowie neuen Buslinie im Leopoldstädter Stuwerviertel sind nur einige Belege dafür unter vielen weiteren. Hora. "Dass Wien mit der von den Grünen heftig kritisierten Verkehrspolitik richtig liegt, unterstreicht auch der Modal Split. Demnach hat der öffentliche Verkehr den Individualverkehr bei der Zurücklegung der Wege durch die Bevölkerung mit 35 zu 34 Prozent bereits überholt. Im Jahr 2020 soll der Anteil des öffentlichen Verkehrs 40 und jener des Individualverkehrs nur mehr 25 Prozent betragen. Dieses Ziel wird erreicht werden", gab sich Hora zuversichtlich.

Trotz der Ausweitung des öffentlichen Verkehrsangebotes werde auch der Individualverkehr in den nächsten Jahren weiterhin zunehmen, meinte Hora weiter. Die Ursachen seien einerseits die wachsende Bevölkerungszahl Wiens sowie in Zukunft sicherlich noch engere Verflechtung der Centrop-Region. Hora: "Deshalb sowie im Sinne des Umwelt- und Anrainerschutzes sowie der Sicherheit ist es notwendig, bestehende Straßenzüge in dicht verbauten Stadtteilen vom Individualverkehr zu entlasten und diesen auf ein Hochleistungsstraßennetz - wie die Wien-Umfahrung - unter Berücksichtigung umfassender Umweltschutzmaßnahmen umzuleiten.

Hora wies nicht zuletzt darauf hin, dass in der Evaluierung des Masterplans auch Eisenbahnprojekte enthalten wären, deren Realisierung im Interesse Wien läge. Dazu, so der Mandatar, zählten nicht nur die Errichtung der neuen Bahnhöfe in Wien, sondern auch der Ausbau von Schienensträngen in der Ostregion, wie die Verlängerung der S 7 von Wolfsthal nach Bratislava, der viergleisige Ausbau der Südbahn zwischen Meidling und Mödling sowie der Ausbau und die Elektrifizierung des Marchegger Astes der Ostbahn. Nicht zuletzt solle auch das S-Bahnkonzept der ÖBB auf die künftige Angebotsgestaltung aktualisiert und möglichst rasch umgesetzt werden, meinte Hora. "Wien betreibt im Gegensatz zur eindimensionalen Sichtweise der Grünen, eine innovative, realistische und deshalb erfolgreiche Verkehrspolitik. Das unterstreicht auch die Evaluierung des Masterplan Verkehr", schloss Hora. (Schluss)

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