Neues Bildungsangebot: Österreichs Familienbetriebe starten Bildungsoffensive

"SMBS - University of Salzburg Business School" und "Family Business Network Austria" starten Bildungskooperation - Kompetenzzentrum für Familienbetriebe auf Schloss Urstein

Salzburg (OTS) - Die Mehrzahl der Unternehmen weltweit und in Österreich sind Familienunternehmen. Sie stellen - gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten - das Rückgrat der Wirtschaft dar. Trotz der hohen Bedeutung für die gesamte Wirtschaft gibt es kaum eine wirtschaftsbezogene Ausbildung, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Familienbetrieben ausgerichtet ist. Dieses Manko soll nun eine Kooperation zwischen der "SMBS - University of Salzburg Business School" und dem "Family Business Network Austria" beseitigen. Ermöglicht wurde die Bildungskooperation auch durch eine finanzielle Unterstützung von Land und WK Salzburg.

Am Freitag wurde dazu auf Schloss Urstein eine Kooperationsvereinbarung zwischen der SMBS - eine gemeinsame postgraduale Ausbildungseinrichtung von Universität Salzburg, Land Salzburg, Akademie Urstein Privatstiftung der WK Salzburg, Wüstenrot, Republik Österreich und dem Malik Management Zentrum St. Gallen - und dem Family Business Network Austria (FBN Austria) unterzeichnet. Das FBN Austria ist die Landesorganisation des weltweit agierenden Family Business Network mit 2.000 Mitgliedern in 50 Ländern.

Unternehmen - Familie - Vermögen

"FBN Austria ist der Impulsgeber für diese neue Ausbildungsschiene. Wir freuen uns, dass wir hier in Salzburg-Urstein einen wichtigen Knoten unseres Netzwerkes etablieren können, den Bereich der Aus- und Weiterbildung für Familienbetriebe. Der Bereich der Forschung wird an der WU Wien angesiedelt", erläutern KommR Heinrich Spängler, Präsident des FBN Austria, und DI Paul Senger-Weiss, Vizepräsident. "Das FBN-Motto 'Von Familien für Familien’ ist die Grundlage dieser Bildungskooperation. Sie steht allen Familienunternehmungen Österreichs und darüber hinaus offen, nicht nur den Mitgliedern des österreichischen Netzwerkes." Aus der Praxis ergibt sich bei Familienunternehmen eine Fülle von Ansatzpunkten für Schulungen und Weiterbildungsprogramme, die von der SMBS maßgeschneidert werden können.

Die Themen der Weiterbildungskurse, Fachkongresse und Fachtagungen werden sich um das thematische Dreieck Unternehmen - Familie -Vermögen ranken: Dabei werden Aspekte der Unternehmensethik, des Konfliktmanagements, Fragen der Unternehmensstrategie und der richtigen Führung angesprochen sowie geeignete Organisationsformen von Familienunternehmen und Finanzierungsformen behandelt.

Familienbetriebe sind nachhaltig - Senger-Weiss: "Wir denken in Generationen, nicht in Quartalen" - angelegt, darum wird es um die Steigerung des Unternehmenswertes über Generationen hinweg ebenso gehen wie um geeignete Anlageformen für Familienunternehmen. Besonders wichtig ist auch die richtige Nachfolge. Zur Sprache kommen aber auch die allen Familien innewohnende Dynamik von Beziehungen -z. B. zwischen den Generationen - und deren Auswirkungen auf das Unternehmen. "Wir werden Faktenwissen ebenso vermitteln wie notwendige 'Soft Skills’", erläutert der Geschäftsführer der SMBS, Dr. Gerhard Aumayr, das Konzept.

Entwickelt werden dazu Seminare, Kurse mit und ohne Universitätsabschluss, ein Masterprogramm mit dem Schwerpunkt Family Business und firmenspezifische Programme. Bei SMBS wird auf Schloss Urstein bzw. in der Meierei ein eigenes Geschäftsfeld für die Kooperation eingerichtet, fünf Mitarbeiter werden die Programme organisatorisch und inhaltlich betreuen. "Familienbetriebe leben und vermitteln im Vergleich zu anderen Unternehmensformen vor allem auch Werte. Sie prägen die österreichische Unternehmenskultur entscheidend. Für SMBS ist es daher eine große Ehre und Herausforderung, für die Familienmitglieder und die Manager dieser Unternehmen Bildungsprogramme entwickeln und veranstalten zu können", betont Dr. Aumayr. Dabei kommen dem FBN auch die internationalen und nationalen Kontakte der SMBS besonders zugute.

Haslauer: Familienbetriebe verlässliche Partner für das Land

"Als Wirtschaftsreferent des Landes freut es mich sehr, dass an der SMBS ein neues Kompetenzzentrum für Bildung von Familienbetrieben entsteht", erklärte LHStv. Dr. Wilfried Haslauer. Das Land habe daher auch die Einrichtung dieses Bildungsschwerpunkts finanziell unterstützt. Das Rückgrat der Salzburger Wirtschaft seien Familienbetriebe. "Die Einheit von Eigentum und strategischer Führung ermöglicht die langfristige Ausrichtung des Unternehmens. Fast immer beweisen Familienunternehmen, dass sie einen längeren Atem haben als anonyme Konzernzentralen, bei denen nur der Shareholder-Value und die Gewinnmaximierung ohne soziale Verantwortung im Vordergrund stehen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer, die als Person noch greifbar sind und ihre Mitarbeiter auch als große Familie sehen, sind verlässliche Partner für die Menschen in unserem Land."

Bachleitner: Glücksfall für den Bildungsstandort Salzburg

"Dass sich das Family Business Network Austria mit einem Teil seiner Aktivitäten in Urstein niederlässt, ist für den Bildungsstandort Salzburg ein Glücksfall und eine große Bereicherung", betont WKS-Direktor Dr. Hans Bachleitner, Vorstand der WKS-Stiftung Akademie Urstein. Diese ist mit 39% neben der Universität größter Gesellschafter der SMBS. "Wir haben diese Kooperation daher gerne unterstützt und dafür im Schloss Urstein Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Ich danke aber auch KommR Spängler und DI Senger-Weiss dafür, das Thema Familienbetriebe enger mit Salzburg zu verknüpfen. Salzburgs Wirtschaftsstruktur ist besonders familienbetriebsorientiert. Sowohl die Akademie Urstein als auch die Stiftung und die WKS werden alles daransetzen, der Betriebsform Familienunternehmen noch mehr Ansehen in der Öffentlichkeit, vor allem aber noch mehr Stärke durch Bildung zu vermitteln."

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SMBS - University of Salzburg Business School, Tel.: 0662/2222-0
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