Jeder 10. arbeitet in Betreuungsberuf - auch zu Weihnachten: "Rund-um-die-Uhr" macht krank!

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EINMODERATION (ÖSTERREICH) (OTS) - Oh Tannenbaum! Oh Tannenbaum! Für viele Österreicherinnen und Österreicher wird dieses Weihnachtslied auch heuer wieder am Arbeitsplatz ertönen. Denn jeder 10. arbeitet hierzulande in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf. Ob im Krankenhaus, im Pflegeheim oder bei mobilen Betreuungseinrichtungen - das Service muss auch an den Feiertagen aufrecht erhalten werden. Arbeiterkammer und Kirchenvertreter warnen diesbezüglich allerdings vor einem Übermaß der Belastung für die Bediensteten. Denn rund-um-die-Uhr arbeiten macht immer öfter auch krank.

REDAKTEURSTEXT:

Weihnachten - die stillste Zeit im Jahr. Doch nicht für alle kehrt zu den Feiertagen Ruhe ein. Wie für Hauskrankenpflegerin Claudia aus Wr. Neustadt:

OT01 0:00sec CLAUDIA Weihnachten im Pflegeberuf [Wenn wir...]

Menschen wie Claudia sind es, die Weihnachten für einsame Menschen erträglich machen, sagt der langjährige Caritas Präsident und jetzige Pfarrer von Probstdorf, Helmut Schüller. Dennoch:

OT02 0:28sec SCHÜLLER Rückumverteilung [Die Menschen...]

Auch die Arbeiterkammer schlägt Alarm: Der Leistungsdruck ist vielfach sehr hoch, die Belastung oft zu groß, so die Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Niederösterreich, Brigitte Adler - selbst gelernte Diplomkrankenschwester:

OT03 0:52sec ADLER Hohe Arbeitsbelastung [Die Mitarbeiter...]

Die Folgen sind verheerend. Nur 6 Jahre lang bleiben die ausgebildeten Helfer durchschnittlich in ihrem Beruf, sagt der Gesundheitsexperte der AKNÖ, Bernhard Rupp. Vor allem wegen der psychischen Belastung:

OT04 1:25sec RUPP Folgen der Belastung [Warum ist es...]

Zu der emotionalen Belastung - beispielsweise in der Betreuung von sterbenden Patienten - kommt schließlich auch noch der ungleiche Lebensrhythmus mit wechselnden Schichtdiensten, erklärt AKNÖ-Arbeitsmediziner Rupp. Fazit:

OT05 1:54sec RUPP Gesellschaftliche Folgen [Immer mehr...]

Ein Umstand, dem die Arbeiterkammer stark entgegenwirken will. Eigene, sogenannte Rufseminare für Betroffene sollen vorbeugend wirken, so AKNÖ- Vizepräsidentin Adler:

OT06 2:19sec ADLER Rufseminar [Zum Beispiel...]

Dazu ist der AKNÖ-Gesundheitsbus speziell auf die Früherkennung von psychosomatischen Erkrankungen ausgestattet worden. Vizepräsidentin Adler kämpft außerdem gegen eine Aufweichung aller Strukturen:

OT07 2:42sec ADLER Forderung AKNÖ [Es ist ganz wichtig...]

Neben der Politik sind aber auch die Manager gefordert, meint Gesundheitsexperte Bernhard Rupp. Stichwort: Mitsprache der Dienstnehmer.

OT08 3:00sec RUPP Mitspracherecht bei Dienstplan [Ein wesentlicher...]

Für Seelsorger Helmut Schüller geht es schlichtweg auch um die Einhaltung von regelmäßigen Pausen. Zeit zum Nachdenken, zum Aufrechterhalten von privaten Netzwerken.

OT09 3:25sec SCHÜLLER Mehr Ruhe [Den Menschen mehr...]

Wertschätzung und ausreichend Ruhe - zwei wirkungsvolle Rezepte gegen den Alltagsstreß in Pflegeberufen. Ein weiteres kommt aus der täglichen Arbeit selbst, sagt Hauskrankenpflegerin Claudia:

OT10 3:58sec CLAUDIA Schöne Momente [Man freut sich...]

Ein Lohn, der mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist. Auch an Weihnachten 2008.
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