Enne: Nahversorger in ländlichen Regionen stärker fördern!

Allein im Vorjahr sperrten in Österreich rund 1.000 Greißler für immer zu

St. Pölten (OTS) - Mehr Unterstützung für Nahversorger in ländlichen Gebieten verlangt der Vizepräsident und Mistelbacher Bezirksvorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ), Johann Enne. Er verweist darauf, dass auch im Vorjahr zahlreiche Geschäfte aufgrund der widrigen Bedingungen für immer geschlossen haben.
"Durch diesen neuerlichen Rückgang an Greißlern ist nicht nur die Versorgung mit Gütern des täglichen Lebens in vielen Orten schwieriger geworden. Auch viele Arbeitsplätze gingen verloren. Es ist höchst an der Zeit, dass Nahversorger in ländlichen Regionen stärker gefördert werden. Die Problematik ist ja die gleiche wie bei der Schließung von Postämtern."

"Dort sind es ebenfalls der Verlust von Jobs und die Befürchtung, dass durch Postamtsschließungen der Zugang zu dringend benötigten Leistungen erschwert wird, die Gemeinden und Gewerkschaft auf die Barrikaden treiben."
Ein flächendeckendes Netz von Postämtern ist zwar mit Aufwendungen verbunden. Wie die aktuellen Proteste gegen Pläne für mögliche Postamtsschließungen beweisen, stehe aber in weiten Teilen der Bevölkerung außer Frage, dass man ein derart wichtiges Versorgungsangebot nicht einfach zurückschrauben darf, so SWV NÖ-Vizepräsident Enne.

"Die Situation bei den Greißlern ist um nichts weniger dramatisch, im Gegenteil. Sperrt das letzte Geschäft in einer Gemeinde zu, dann gibt es dort niemand anderen, der die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern weiterführt. Im Gegensatz zur Diskussion um die Postämter wird dieser Problematik jedoch leider nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, weil der Rückgang an Greißlern ein schleichender ist und sich im stillen vollzieht. Dabei haben allein im Vorjahr rund 1.000 Nahversorger zugesperrt, wodurch auch 2.000 bis 3.000 Arbeitsplätze verloren gingen."

"Man sollte daher die derzeitige Diskussion um die Postämter zum Anlass nehmen, um auch die Situation der Nahversorger in ländlichen Regionen zu beleuchten und zu verbessern. Wie die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, ist eine stärkere Förderung dieser Geschäfte nötig, damit deren Überlebenschancen erhöht werden. Will man eine Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen, dann sind weder Post noch Nahversorger verzichtbar", hält Johann Enne abschließend fest.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband NÖ
3100 St.Pölten, Niederösterreich-Ring 1a
Tel. 02742 2255 444 / 0664 4118394
www.wirtschaftsverband-niederoesterreich.at
noe@wirtschaftsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0003