Grüne Wien: Aktueller Masterplan Verkehr ist eine Verschlechterung des Status Quo

Maresch: "Ausbau des Öffentlichen Verkehrs kommt unter die Räder"

Wien (OTS) - "Die Änderungen des Wiener Verkehrskonzepts stellen eine eindeutige Verwässerung und Verschlechterung dar. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs kommt unter die Räder", kritisiert Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Grünen Wien die im heutigen Gemeinderat zum Beschluss aufliegende Fortschreibung des Masterplans Verkehr 2003. Mit dieser Fortschreibung soll das Verkehrskonzept der Stadt Wien aktualisiert werden.

Trotz der viel beschworenen Bekenntnisse der zuständigen SPÖ-PolitikerInnen für den Vorrang des öffentlichen Verkehrs, ist die Tendenz im neuen Masterplan klar erkennbar: "Hochrangige Straßenprojekte werden neu aufgenommen oder zeitlich vorgezogen, Ausbauprojekte im Öffentlichen Verkehr hingegen zurück gereiht", präzisiert Maresch die Kritik.

Es wird die - für Wien schlechteste - Variante der S1-Lobauautobahn und die S8-Marchfeldschnellstraße neu festgeschrieben, ebenso wie der rasche Ausbau der A23-Anschlussstelle Landstraße und ein Teil der A24 (das ist der Anschluss von der S1-Wiener Südumfahrung nach Rothneusiedl).

Zeitlich nach hinten verschoben werden hingegen wichtige Projekte des Öffentlichen Verkehrs wie die Verlängerung der S45 bis Praterkai, der Güterterminal Inzersdorf, der Ausbau der Nordbahn auf 160km/h und Straßenbahnverlängerungen ins Nordbahnhofgelände, zum Monte Laa, zum Wienerberg und nach Schwechat. "Ein klares Bekenntnis zur 3. Piste des Flughafens Wien und die stille Entsorgung des wichtigen Lenkungsinstruments der Verkehrsanschlussabgabe runden das desaströse Bild der Wiener Verkehrspolitik ab", so Maresch abschließend.

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