Unfall auf der Schipiste - Wie schaut mein Versicherungsschutz aus?

NÖGKK-Infos über häufig gestellte Fragen

St. Pölten (OTS) - Die Weihnachtsferien nahen und mit ihnen die ersten Pläne zum Schifahren und Snowboarden. Die Piste hinunter zu wedeln macht nicht nur Spaß, sondern verlangt auch körperliches Geschick. Für viele Wintersportler endet das Vergnügen leider oft im Krankenhaus. Die Kosten für die medizinische Betreuung, die mitunter sehr hoch sein können, übernimmt großteils die Sozialversicherung. So kostet ein komplizierter Beinbruch mit 14-tägiger stationärer Behandlung in einem Krankenhaus und anschließendem 21-tägigen Aufenthalt in einem Rehabilitationszentrum über 13.000 Euro.

Schi- und Snowboardunfälle können aber auch für den Verletzten teuer werden. Besonders dann, wenn eine aufwendige Rettungsaktion notwendig ist. Denn bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik am Berg können und dürfen Bergungskosten sowie die Kosten der Beförderung vom Berg ins Tal laut Gesetz von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden. So bezahlt die NÖGKK beispielsweise bei einer Knieverletzung oder einem Oberschenkelbruch am Berg den Krankentransport mit dem Rettungswagen in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus, nicht jedoch die Bergungs- und Beförderungskosten ins Tal mit Akja oder Schidoo.

Besonders teuer kann es werden, wenn der verletzte Schifahrer mit dem Hubschrauber transportiert wird - insbesondere wenn der Flugtransport medizinisch nicht begründet (keine Notarztindikation) war und der Transport zum Krankenhaus auch mit dem Rettungswagen möglich gewesen wäre. Dann muss nämlich der Verletzte die Kosten zur Gänze selbst tragen. Wäre hingegen wegen der Schwere der Verletzung der Flugtransport auch bei einem Unfall im Tal notwendig gewesen, übernimmt die NÖGKK einen Teil der Kosten. Grundsätzlich bezahlt die Krankenversicherung auch nicht die Kosten für den Heimtransport vom Urlaubsort zum Wohnort.

Bei anderen eventuell entstehenden Aufwendungen, wie zum Beispiel ärztliche Hilfe, Krankenhausaufenthalt, Versorgung mit Heilbehelfen (z. B. Krücken), übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn es sich um Vertragseinrichtungen der Krankenversicherungsträger handelt. Bei Inanspruchnahme von Nicht-Vertragseinrichtungen leistet die Kasse eine Kostenerstattung in Höhe von 80 Prozent des jeweils in Betracht kommenden Vertragstarifes. Der Verletzte muss aber mitunter mit hohen Restkosten rechnen, da Wahleinrichtungen ihre Preise selbst festlegen können.

Ein Tipp: Damit ein Schiunfall nicht zu einem finanziellen Problem wird, ist es sinnvoll, auf privater Basis entsprechende Vorsorge zu treffen, beispielsweise über eine private Unfallversicherung, Kreditkarte, Mitgliedschaft beim Alpenverein, bei den Naturfreunden, der Bergrettung etc. Wichtig ist auch, auf die e-card im Reisegepäck nicht zu vergessen!

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