Corporate Responsibility als strategischer Unternehmensfaktor

Wien (OTS) - KPMG-Studie: Die Berichterstattung nicht-finanzieller Unternehmensdaten erlangt einen immer größeren Stellenwert. Innovation und Ethik sind dabei die wichtigsten Antriebsfaktoren. Die Standardisierung des Nachhaltigkeitsreporting verbessert sich stetig.

80 Prozent der 250 weltweit größten Unternehmen (Global Fortune 250) veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte oder bilden Daten zu Umwelt-, Sozialfragen und zur Unternehmensführung (Environmental, Social, and Governance Data; ESG) als Teil des Geschäftsberichtes ab. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle KPMG-Studie "International Survey of Corporate Responsibility Reporting 2008".

Bei der letzten von KPMG durchgeführten Studie zu diesem Thema im Jahr 2005 waren es nur 50 Prozent der Unternehmen. "Diese Ergebnisse deuten auf einen klaren Richtungswechsel hin: das Berichtswesen über Themen der Nachhaltigkeit wird bei den weltweit größten Unternehmen zur Norm und ist somit längst keine Ausnahme mehr", kommentiert Peter Ertl, Geschäftsführer der KPMG in Wien, das Ergebnis.

Am erfreulichsten: Ein Großteil der Unternehmen (75 Prozent der Global 250) verknüpft mittlerweile die Berichterstattung über Nachhaltigkeit mit einer Strategie zur Unternehmensverantwortung, welche klar definierte Ziele enthält. Die Studie zeigt, dass Innovation und ethische Gesichtspunkte die wichtigsten Antriebsfaktoren für die Erstellung eines solchen Berichts sind, während der Faktor Risikomanagement im Vergleich zum Jahr 2005 etwas an Relevanz verloren hat.

Die KPMG Studie, welche die umfassendste Umfrage zu diesem Thema ist, berücksichtigt neben den Global Fortune 250 auch die 100 umsatzstärksten Unternehmen in 22 Ländern.

"Auf nationaler Ebene besteht allerdings häufig noch Nachholbedarf", fügt Gert Weidinger, Geschäftsführer der KPMG in Linz, hinzu. "Nur 45 Prozent der auf nationaler Ebene agierenden Unternehmen erstellen einen Nachhaltigkeitsbericht, womit sie im Durchschnitt gesehen hinter den Global 250 zurückliegen." Allerdings variieren die Zahlen von Land zu Land enorm. In Mexiko und der Tschechischen Republik veröffentlichen beispielsweise weniger als 20 Prozent der Unternehmen solche Berichte, in Japan und Großbritannien dagegen über 90 Prozent. "Österreich wurde in dieser Studie von KPMG International nicht berücksichtigt", erklärt Peter Ertl. "Aus unseren Erfahrungen und Untersuchungen können wir aber schließen, dass in etwa 30 Prozent der Top 100 Unternehmen in Österreich Nachhaltigkeitsthemen in ihr Reporting mit aufnehmen. Bei den Top 30 Unternehmen sind es in etwa 50 Prozent."

Details zur Studie, sowie Fotos von Peter Ertl und Gert Weidinger finden Sie auf www.kpmg.at zum Download oder erhalten Sie gerne auf Anfrage.

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