Mitterlehner: "Österreich und Bayern brauchen gemeinsames Chancenmanagement"

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner trifft Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer

Wien (BMWA-OTS) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat heute den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Hauptthema war die wirtschaftliche Kooperation zwischen Österreich und Deutschland. "Bayern und Österreich haben dieselben Probleme in der Automobilindustrie. Fast 40 Prozent der österreichischen Exporte nach Bayern sind dem automotiven Sektor zuzurechnen. Es stehen deshalb nicht nationale Interessen im Vordergrund, sondern ein gemeinsames Chancenmanagement", betonte Mitterlehner im Anschluss an die Gespräche. Weiters sollen durch Kooperation bei Basisprogrammen - auf österreichischer Seite die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) -gemeinsam Zukunftsthemen wahrgenommen werden.

Daten zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Deutschland

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Österreichs. 2007 exportierte Österreich Waren und Dienstleistungen im Wert von 34,4 Milliarden Euro und hatte Importe in der Höhe von 47,4 Milliarden Euro vorzuweisen. Von Jänner bis September 2008 konnten die Exporte um weitere 4,5 Prozent und die Importe um 4,2 Prozent gesteigert werden. Die wichtigsten österreichischen Exporte waren 2007 Maschinenbauerzeugnisse (7,6 Milliarden Euro), bearbeitete Waren (4,5 Milliarden Euro) und sonstige Fertigwaren (1,9 Milliarden Euro). Österreich wichtigste Importe waren Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge (9,3 Milliarden Euro), bearbeitete Waren (4,5 Milliarden Euro) und sonstige Fertigwaren (2,9 Milliarden Euro).

Daten zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Bayern

Das Handelsvolumen Bayerns mit Österreich betrug in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 14,1 Milliarden Euro. Österreich bleibt damit wichtigster Handelspartner Bayerns. Mit bayerischen Importen in Höhe von 7,3 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2008 und einem österreichischen Importanteil von 11,4 Prozent bleibt Österreich wichtigstes Lieferland für Bayern. In der Gegenrichtung ist Österreich mit Lieferungen im Wert von 6,8 Milliarden Euro zweitwichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte - nach den USA (7,9 Milliarden Euro) und vor Italien (6,4 Milliarden Euro). Somit ist Österreich Abnehmer für 8,5 Prozent aller bayerischen Ausfuhren. Der Löwenanteil der österreichischen Exporte ist mit fast 40 Prozent der Lieferungen dem automotiven Sektor zuzurechnen. Berücksichtigt man dazu auch Vormaterialien für den Fahrzeugbau wie Stahl, Bleche, Aluminiumlegierungen, Kunststoffe oder Leder, so ergibt sich ein Anteil von knapp unter 50 Prozent.

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