PV-Generalversammlung beschließt Voranschlag für 2009

Wien (OTS) - Am Freitag, dem 12. Dezember 2008, fand in
Anwesenheit des Bundesministers für Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer unter dem Vorsitz von Obmann Karl Haas die 2. Generalversammlung dieses Jahres statt, in der der Jahresvoranschlages der Pensionsversicherungsanstalt für das Jahr 2009 einstimmig beschlossen wurde.

Bundesminister Hundstorfer wies daraufhin, dass die derzeitige Finanzkrise zeige, dass die staatliche Pensionssäule die stabilste und daher nicht in Frage zu stellen sei. Auf Grund der schwierigen Zeiten, die nach den schlechten Wirtschaftsprognosen auf uns zukommen werden, wünsche er sich eine gute Zusammenarbeit, um das Pensionssystem gerecht weiter zu entwickeln. Schwerpunkte der Arbeit in den nächsten Jahren werden neben den bis zum Ende des nächsten Jahres festzulegenden Übergangsbestimmungen zur "Hacklerregelung" die Überlegungen zur Invalidität und zur Schwerarbeit sein.

Obmann Haas brachte namens der Pensionsversicherungsanstalt die Bereitschaft zur Mitarbeit zum Ausdruck, legte aber auch seinen Wunschkatalog vor, der die Diskussion über die Pensionsberechnung (Parallelrechnung versus Sockelbetrag) und über die ambulante Rehabilitation zum Inhalt hat, aber auch das Anliegen der Harmonisierung der Pensionssysteme.

Generaldirektor Hofrat Dr. Ewald Wetscherek sprach über markante Veränderungen in der Sozialversicherung innerhalb der letzten Jahrzehnte und betonte zum Schluss ebenfalls seine Kritik an Parallelrechnung und dem Pensionskonto in seiner derzeitigen Erscheinungsform.

Generaldirektor-Stv. Robert Freitag referierte das Budget 2009:

Budgetvolumen 2009

Das konsolidierte Budgetvolumen der Pensionsversicherungsanstalt beläuft sich im Jahr 2009 auf rund 27,593 Mrd. EUR und wird sich gegenüber dem vorläufigen Ergebnis 2008 um 5,4 % erhöhen. Den Schwerpunkt bildet der ASVG-Bereich mit 26,216 Mrd. EUR (95 %), für den Bereich Pflegegeld sind 1,337 Mrd. EUR zu veranschlagen, für den Bereich Nachtschwerarbeit 0,04 Mrd. EUR.

Den Beitragseinnahmen von 22,506 Mrd. EUR im ASVG-Bereich steht ein Pensionsaufwand von 23,253 Mrd. EUR gegenüber. Dies entspricht einer Deckungsquote von 96,8 %. Dabei wird ein Anstieg der Zahl der Pflichtversicherten um 55.100 (1,85 %) gegenüber 2008 auf rund 3.029.100 erwartet.

Der Beitrag des Bundes ist mit 2,892 Mrd. EUR veranschlagt und wird sich gegenüber dem vorläufigen Ergebnis des Jahres 2008 um rund 0,301 Mrd. EUR erhöhen.

Mehr als 23 Mrd. EUR für Pensionsleistungen

Der Voranschlag weist auf der Ausgabenseite für Pensionsleistungen inklusive der Einmalzahlungen 23,253 Mrd. EUR aus. Davon entfallen auf Alterspensionen 15,38 Mrd. EUR, auf Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen 4,68 Mrd. EUR und auf Hinterbliebenenpensionen (Witwen, Witwer, Waisen) 3,184 Mrd. EUR.

Die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation werden für das Jahr 2009 mit 626,6 Mio. EUR veranschlagt. Für die Krankenversicherung der Pensionisten sind 929,2 Mio. EUR und für Ausgleichszulagen 670 Mio. EUR budgetiert.

Eigener Verwaltungsaufwand beträgt 1,11 %

Der Anteil des eigenen Verwaltungsaufwandes am Gesamtaufwand wird voraussichtlich 1,11 % bzw. 291,05 Mio. EUR betragen.
Es wird der Pensionsversicherungsanstalt mit Realisierung des Voranschlages sohin wieder möglich sein, das durch die Deckelung der Verwaltungskosten geforderte Budgetziel zu erreichen.

Pensionsversicherungsanstalt 2009 im Vergleich mit den Vorgängerinstituten (PVArb und PVAng) in den Jahren 1989 und 1999 Der prozentuelle Anteil des Bundesbeitrages an der Gebarungssumme hat sich von 17,89% im Jahr 1989, 14,03% im Jahr 1999 auf 11,03% im Jahresvoranschlag von 2009 gesenkt.

Demgegenüber hat sich die Deckungsquote des Pensionsaufwandes durch Beitragseinnahmen von 91,6% (1989), 92,6% (1999) auf nunmehr voraussichtlich 96,8% im Jahr 2009 erhöht.

Auch der prozentuelle Anteil des eigenen Verwaltungsaufwandes am Gesamtaufwand konnte von1989 mit 1,58% auf 1,27% im Jahr 1999 und nunmehr auf 1,11% (vorläufiges Ergebnis 2008 und Voranschlag 2009) gesenkt werden.

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