Leuchten-Konflikt in Wiener City entschärft

Finanzantrag - ohne Möblierung und Beleuchtung - zwischen Magistrat und Bezirk heute Mittag modifiziert

Wien (Innere Stadt) - Die zahlreichen Proteste gegen die ursprünglich geplanten Leuchten in der Fußgängerzone Innere Stadt haben heute zu einem Kompromiss zwischen dem Bezirk und Planungsstadtrat Schicker geführt. In dem neu formulierten Antrag, der die Finanzierung für die 2. Bauetappe in der Fußgängerzone frei geben soll, sind die noch zu klärenden Gestaltungselemente - wie die Beleuchtungsform, die Sitzgelegenheiten und die Bepflanzungsart -herausgenommen und somit der Antrag zur Abstimmung im Finanzausschuss frei gegeben worden. "Diese drei wichtigen Gestaltungselemente haben somit die Chance, im Rahmen einer Nachdenkpause - unter Einbeziehung des Bezirkes - neu überlegt zu werden", betonte Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel.

Neue Chance für Weltkulturerbe

Der Weltkulturerbe-Beauftragte des 1. Bezirkes, Architekt DI Werner Winterstein, begrüßt in einer ersten Reaktion die nunmehrige "Atempause zum Schutz des Weltkulturerbes. Im Szenario einer innerstädtischen Flanierzone in einem Weltkulturerbe-Bezirk darf kein Einzelelement aufdringlich sein - weder in der Funktion, noch in formaler Hinsicht". Jetzt sollte laut Winterstein diese Atempause dazu genutzt werden, um in einem konstruktiven und konsensualen Prozess eine Lösung zu finden, die den Ansprüchen des Weltkulturerbes entspricht.

Die ursprünglich geplante Leuchte entspreche dem heutigen Trend einer Funktionsbeleuchtung auf großen Parkplätzen, modernen Straßenzügen oder großräumigen Bahnhofsvorplätzen. Sie sei demnach aber für die spezifischen Bedingungen der Wiener Innenstadt nicht entsprechend, schloss Winterstein.

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