GPA-djp-Katzian: Volle Unterstützung für Beschäftigte im Finance-Bereich

Arbeitgeber müssen Verantwortung gegenüber den MitarbeiterInnen zeigen

Wien (GPA-djp) - Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Wolfgang Katzian bekundete heute im Rahmen einer BetriebsrätInnenkonferenz in Wien die volle Solidarität und Unterstützung der GPA-djp für die Durchsetzung eines akzeptablen Kollektivvertragsabschlusses für die etwa 75.000 Beschäftigten des österreichischen Finance-Sektors.++++

"Die BetriebsrätInnen und Beschäftigten sind keine Illusionisten und wissen sehr genau, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen schwierig sind. Die Finanzwirtschaft ist aber sicher nicht die einzige negativ betroffene Branche. Es sind ausnahmslos alle Wirtschaftsbereiche betroffen und alle Arbeitgeber müssen in dieser Phase ihre Verantwortung gegenüber den MitarbeiterInnen zeigen. Lohndumping und Kürzen bei den Beschäftigten ist kein geeignetes Mittel, um der Krise zu begegnen, auch nicht im Finanzsektor", so der GPA-djp-Vorsitzende.

Der österreichische Kreditsektor hat im vergangenen Jahr trotz Finanzmarktkrise gute Erträge zu verbuchen. Die Bankbranche hat nach dem 3. Quartal 2008 laut Nationalbank 3,57 Milliarden Euro Gewinn verzeichnet. Das letzte Angebot der Arbeitgeber würde mehr als der Hälfte der MitarbeiterInnen einen Realeinkommensverlust bedeuten.

"Die Forderung nach einem real wirksamen Gehaltszuwachs für die kollektivvertraglichen Mindestgrundgehälter ist angesichts dieser Zahlen mehr als gerechtfertigt. Es kann auch niemand verstehen, dass die Banken massiv Steuergelder in Anspruch nehmen und darauf beharren, ihre Aktionäre mit Dividendenausschüttungen zu bedienen, während die Beschäftigten mit einem Abschluss unter der Inflationsrate abgefertigt werden sollen. Gerade die Beschäftigten sind in diesen Tagen besonders betroffen und tagtäglich damit konfrontiert, das Vertrauen der KundInnen zu sichern oder wieder herzustellen, obwohl sie am allerwenigsten schuld an der Krise sind. Die GPA-djp steht voll hinter den Anliegen und wird alle Maßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen unterstützen" erklärt Katzian.

Die Forderungen der Finance-Beschäftigten haben innerhalb nur einer Woche die Unterstützung in Form von mehr als 15.000 Unterschriften von Beschäftigten gefunden.

Die Forderungen können im Internet unter www.gpa-djp.at online unterstützt werden.

ÖGB, 15. Dezember 2008 Nr. 771

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