Schatz: FPÖ-Arbeitsplatzprämie ist Eintagesgag

Seriöse Vorschläge sehen anders aus

Wien (OTS) - "Die von der FPÖ vorgeschlagene Arbeitsplatzprämie ist nichts als heiße Luft, denn das Konzept dahinter ist ja völlig unklar. Aber wahrscheinlich gibt es gar keines", meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.
"Da soll es Zahlungen für alle Arbeitsplätze geben, die 2009 neu geschaffen werden. Was bitte heißt das im Detail? 2008 werden die Leute entlassen und 2009 gibt es dann subventionierte Neueinstellungen im selben Betrieb, während Unternehmen, die ihre Leute durchgehend beschäftigen leer ausgehen? Und soll jeder Betrieb diese Subventionierung erhalten, egal wie es ihm wirtschaftlich geht? Diese Idee ist völlig unausgereift", so Schatz weiter.

Inakzeptabel sei auch, dass diese Prämie offenbar unabhängig von der Qualität des Arbeitsplatzes gewährt werden soll. Schatz: "Wenn eine Küchenhilfskraft zur Sommersaisonarbeit im Mai von Tirol nach Kärnten wechselt, bekommt dann der Kärntner Hotelier diesen 20 Prozent-Rabatt? So werden jedenfalls Dumpinglöhne weiter verbilligt, das kann nicht sein".

"Solche unüberdachten Schnellschussaktionen helfen nicht. Wir brauchen eine nachhaltige Unterstützung und Qualifizierung von Arbeitssuchenden und sinnvolle Konjunkturpakete. Mit einer ´Arbeitsplatzprämie´ erreicht die FPÖ nur einen Drehtüreffekt:
ungeförderte Arbeitsplätze werden aufgelassen und in geförderte umgewandelt, die gerade nur für die Dauer dieser einen Beschäftigung bestehen", erläutert Schatz und weiter: "Letztlich ist der FPÖ-Vorschlag nichts anderes als ein flächendeckendes Kombilohnmodell. Dass solche Modelle kaum funktionieren wissen wir aus Österreich und Deutschland. Und dort wo sie eingesetzt werden geht es immer um einen kleinen, genau definierten Personenkreis, etwa ältere ArbeitnehmerInnen ab 50. Diese Arbeitsplatzprämie wäre ein wahlloses Verschleudern von Steuergeld. Wir brauchen jetzt öffentliche Investitionen, aber bitte nur solche, die die Qualität eines Eintagesgags übersteigen".

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