NÖGKK-Spitalszuschuss stieg in 10 Jahren um 100 Mio.

Finanzierung aus einer Hand ja, aber durch die Krankenkassen

St. Pölten (OTS) - "Von einem Finanzlandesrat erwarte ich mir,
dass er sich mit Zahlen auskennt. Das dürfte bei LR Sobotka nicht der Fall sein, wenn er behauptet, unser Anteil zur Spitalsfinanzierung ist in den letzten zehn Jahren rückläufig", kommentiert KR Gerhard Hutter, Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, Sobotkas Aussagen im heutigen Kurier. Tatsächlich ist in den letzten zehn Jahren der jährliche NÖGKK-Zuschuss zur Spitalsfinanzierung um 100 Millionen Euro gestiegen, nämlich von 314 Mio. Euro im Jahr 1997 auf 430 Mio. Euro im Jahr 2007. Über ein Drittel der Leistungsausgaben muss die NÖGKK direkt an die Spitäler zahlen. "Hier sind wir per Gesetz reine Zahler, haben keinen Einfluss auf Steuerung, Planung und Kostenentwicklung." Zudem ist auch bekannt, dass die Spitäler immer mehr Leistungen auslagern - man denke nur an den langen Spickzettel an Voruntersuchungen, den Patienten vor einer Operation bei den niedergelassenen Ärzten auf Kosten der Kasse absolvieren müssen.

Falsch ist auch Sobotkas Aussage, dass er das Thema Spitalsfinanzierung mit den Krankenkassen aushandelt. "Wieviel wir für die Spitäler zahlen, legt der Gesetzgeber fest. Sobotka braucht sich nicht zu wünschen, mit dem Bund zu verhandeln - das passiert ja jetzt schon."

Hutter: "Nur in einem Punkt stimme ich mit Sobotka überein: Die Finanzierung des Gesundheitswesens gehört in eine Hand. Allerdings nicht in die eines Finanzlandesrates, der offensichtlich überfordert ist, den Überblick zu behalten. Und zudem als Spitalsbetreiber selbst Anbieter ist. Oder will Sobotka künftige Vertragsverhandlungen mit sich selbst führen?"

Die Sozialversicherung steht allen Anbietern, auch den Spitälern, als starker Verhandlungspartner gegenüber. "Nur die Krankenkassen können im Sinne der Patienten beste Versorgung zum besten Preis verhandeln", so Hutter.

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