"Kärnten Takt": Sparcard als attraktives Umstiegsangebot

LH Dörfler will PKW-Pendler zum Umstieg auf Bahn und Bus motivieren

Klagenfurt (LPD) - Der "Kärnten Takt", die große Nahverkehrsoffensive, hatte heute, Montag, Generalprobe. Der neue Fahrplan der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bringt mehr Züge, mehr Sitzplätze sowie kürzere Intervalle und Fahrzeiten. Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und ÖBB-Regionalmanager Manfred Oberrauner machten in einer Pressekonferenz am Klagenfurter Hauptbahnhof auf die vielen Vorteile - vor allem für Pendler - aufmerksam. "Mit den Öffentlichen fahren Sie kostengünstig, stressfrei, sicher und umweltschonend", betonte Dörfler.

Der Landeshauptmann möchte die Kärntnerinnen und Kärntner zum Umstieg vom eigenen PKW auf den öffentlichen Verkehr motivieren. Als attraktives Umstiegsangebot kündigte er eine Sparcard für 1. Jänner 2009 an. "Mit ihr zahlt man einen Monat und kann zwei Monate fahren", erklärte er. Gültig ist die Sparcard bei ÖBB, Postbus und den weiteren Kärntner Linien, wie Springer, Kärnten Bus oder STW. "Diese Sparcard ist ein optimales Weihnachtsgeschenk", meinte der Landeshauptmann. Mit ihr würde man auch Zeit schenken - Zeit, die man in Bahn und Bus besser nutzen könne, als hinter dem Lenkrad.

Der "Kärnten Takt" ist für Regionalmanager Oberrauner die Offensive für ein neues Zeitalter im öffentlichen Verkehr. Er sprach von der größten Fahrplanumstellung der letzten zehn Jahre. Profitieren sollen davon die 110.000 Kärntner Pendler, die heimische Wirtschaft und die Urlaubsgäste. So fahre die Bahn beispielsweise im 30-Minuten-Takt zwischen Klagenfurt und Villach, was einem Schnellbahnangebot entspreche. Diese Strecke würden jetzt 33 statt wie bisher 24 Züge fahren, was 8.200 statt 6.000 tägliche Sitzplätze bedeute. Die Fahrzeit von Villach nach Wien verkürze sich um 20, von Villach nach Salzburg um 15 Minuten. 26 neue Zuggarnituren würden zudem mehr Komfort bringen.

Die ÖBB und das Land Kärnten erwarten sich durch den "Kärnten Takt" 1,7 Mio. Fahrgäste mehr pro Jahr sowie 1,6 Mio. weniger Autofahrten. Kärntenweit könne man dadurch jährlich 10.000 Tonnen CO2 einsparen. Beachtlich ist auch, was sich ein Pendler an Geld erspart. Wenn man rein die Kosten für Treibstoff denen für eine Monatskarte gegenüberstellt, sind es auf der Strecke Klagenfurt-Villach 41 Euro im Monat, zwischen Hermagor und Villach 70 Euro und zwischen Spittal und Klagenfurt sogar 144 Euro. Das Land Kärnten setzt daher laut Dörfler 4,5 Mio. Euro pro Jahr für den "Kärnten Takt" ein.

Ein neuer Fahrplan bedeute natürlich auch, einen Kompromiss zwischen den vielfältigsten Bedürfnissen und Gegebenheiten zu schließen, erklärte Oberrauner. Der Landeshauptmann und der Regionalmanager gingen konkret auf die Kritik ein, die in Bezug auf die Strecke Mallnitz-Spittal geäußert wurde. Die angesprochenen Züge seien durch adäquate Buslinien ersetzt worden, die auch die Bahnhöfe der einzelnen Orte anfahren würden, erklärte Oberrauner. Diese Busse würden die Fahrgäste dadurch sogar näher zu ihrem Wohnort bringen, meinte Dörfler. Zurückgewiesen wurde auch die Kritik, dass die Schulbusse auf dieser Strecke überfüllt seien. "Es darf wirklich kein Problem sein, wenn Kinder zehn Minuten im Bus stehen müssen. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir in den Schulen Programme gegen Bewegungsarmut machen müssen", brachte es Dörfler auf den Punkt.

Oberrauner merkte noch an, dass von den ÖBB jede Kundenanregung ernst genommen werde. Der neue Fahrplan stehe auch unter intensiver Beobachtung, man lote Bedürfnis aus und wolle feststellen, wo es Adaptierungsbedarf gebe. Kunden können sich mit ihren Wünschen unter der Telefonnummer 0810 100 755 an die ÖBB wenden.

Symbolisch besiegelt wurde der "Kärnten Takt" von Dörfler und Oberrauner mit ihren Unterschriften auf eisernen Zug-Tafeln. Auch der Leiter der Infrastrukturabteilung des Landes, Albert Kreiner, der Geschäftsführer vom Verkehrsverbund Kärnten, Christian Heschtera, sowie Hans Schuschnig, der in der Infrastrukturabteilung für den Öffentlichen Nahverkehr zuständig ist, haben darauf unterschrieben.

Infos unter: www.kaernten.oebb.at oder www.kaerntner-linien.at (Schluss)

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