ÖVP Wien: Hauptbahnhof darf kein 2. Karlsplatz werden

Sicherheits- und Fragen der sozialen Betreuung sind schon im Vorfeld zu klären

Wien (VP-Klub) - Das Projekt Wiener Hauptbahnhof ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte mit enormen Auswirkungen auf Wien, aber auch auf die angrenzenden Bezirke: mit allen Chancen und möglichen negativen Auswirkungen.

Ab dem Jahr 2012/13 wird der neue Hauptbahnhof zu einem der größten Verkehrsknotenpunkte Österreichs mit einer geschätzten Frequenz von über 150.000 Menschen täglich, und damit auch zu einem städtischen Sozial- und Sicherheits-Brennpunkt. "Erfahrungsgemäß werden gerade Großbahnhöfe zu Anziehungspunkten für soziale Randgruppen, wie Obdachlose, Drogen- und Alkoholabhängige und Prostituierte", gibt Susanne Reichard, Bezirksvorsteherin der Wieden, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP Wien Planungssprecher LAbg. Alfred Hoch zu bedenken.

Bisher hätten aber die Themen Sicherheit und soziale Betreuung im Zusammenhang mit dem Hauptbahnhof keine oder nur eine untergeordnete Rolle bei den Planungen rund um den neuen Hauptbahnhof gespielt. "Das Versagen der Politik der Stadt Wien in vergleichbaren Fällen wie Karlsplatz, Franz Josefs Bahnhof oder Praterstern sollten zu Denken geben. Überall wurden Probleme zu lange negiert, es wurde zu spät gehandelt und mit halbherzigen Lösungen geantwortet. Der Wiener Hauptbahnhof darf kein zweiter Karlsplatz werden!", appelliert VP-Planungssprecher Hoch auch in seiner Funktion und als Favoritner Mandatar in Richtung Wiener Stadtregierung und ÖBB.

Einrichtung eine 3-S Zentrale gefordert

Schon in der Ausschreibung zur neuen Bahnhofcity müsse eine den Dimensionen des Bahnhof entsprechende Sicherheitszentrale vorgesehen werden. "Zu fordern ist die Einrichtung eine 3-S Zentrale, die sich zwar in separaten Abteilungen, aber in Form einer quasi Bürogemeinschaft sowohl um Sicherheit, als auch um die Sauberkeit kümmert und Serviceleistungen für Fahrgäste bietet. Benutzer dieses Verkehrsknoten müssen, ganz gleich um welche Anliegen es sich handelt, einen einzigen Anlaufpunkt haben. Am Berliner Hauptbahnhof hat sich dieses Konzept besten bewährt", so Hoch. In diesem Zusammenhang sei es auch notwendig, das Sicherheitspersonal für den Hauptbahnhof gegenüber der jetzigen Situation am Südbahnhof zu verdreifachen. Auch seitens der ÖBB sollte ein Security-Dienst gestellt werden.

Sozialräume einplanen

Nach Ansicht von Bezirksvorsteherin Reichard müssten auch Sozialräume im Kernbereich des Hauptbahnhofes vorgesehen werden. "Eine Betreuung sozialer Randgruppen muss vor Ort möglich sein. Ausgelagerte Betreuungsstellen werden nicht angenommen. Die Wiener Gesundheitsstadträtin Wehsely ist aufgefordert, schon jetzt mit den ÖBB diesbezüglich Kontakt aufzunehmen", so Reichard.

Ganz wesentlich sei auch die Vermeidung von Angsträumen und eine ausreichende Beleuchtung sowohl für den Bahnhof selbst, als auch für die unmittelbare Umgebung. Reichard wiederholt in diesem Zusammenhang abschließend ihr Angebot, die für die Innere Stadt vorgesehenen und von Bezirksvorsteherin Stenzel abgelehnten Leuchten zu übernehmen.

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