Industrie: Sparen an Zukunftspolitik der falsche Weg

IV-Präsident Sorger: Stärkung des Innovationsstandortes Österreich notwendig - Forschungsförderung ausbauen - Wachstumspfad in der Innovationspolitik fortführen

Wien (OTS) - (PdI) "Investitionen in Forschung und Entwicklung
sind gerade angesichts der konjunkturellen Krise wichtige Zukunftsinvestitionen zur Stärkung des Innovationsstandortes Österreich", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, heute, Montag, anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz der Eigentümervertreter des Austrian Institute of Technology (AIT). Gerade im Bereich von F&E dürfe der Staat daher nicht falsche Sparmaßnahmen setzen, mahnte Sorger. Um Österreich vom Innovation Follower zum Innovation Leader zu machen, müssten direkte und indirekte Forschungsförderung ausgebaut werden. "Der bisher erfolgreich beschrittene Wachstumspfad in der Innovationspolitik muss fortgeführt werden. Sparen an der Zukunftspolitik ist der falsche Weg."

In diesem Punkt sei das Regierungsprogramm durchaus ambitioniert, nur stünden diesen Ambitionen offenbar unzureichende Budgets gegenüber. Die IV gehe davon aus, so Sorger, "dass die Politik im Interesse der Zukunftsfähigkeit Österreichs alles tun wird, um die Finanzierungslücke von rund 2 Mrd. Euro zu schließen." Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse sich die öffentliche Hand vermehrt bei F&E engagieren, um den etwaigen Rückgang an Investitionen seitens der Unternehmen vorübergehend aufzufangen. Konkret muss dafür gesorgt werden, dass der Standort Österreich für Leitbetriebe attraktiv bleibt und die wirtschaftsnahe F&E mit der größten Hebelwirkung in Richtung Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung gestärkt wird. Das Potenzial an technologischen Voraussetzungen und Humanressourcen an Technikern, Wissenschaftern und Forschern müsse für den Aufschwung erhalten bleiben, so Sorger:
"Österreich sollte auch angesichts der aktuellen Krise an seinen ambitionierten Zielen festhalten: eine F&E-Quote von drei Prozent bis 2010 und von vier Prozent bis 2020. Alles andere wäre nicht im Interesse der Zukunft Österreichs."

"Wir werden die Bundesregierung an den Ergebnissen messen, dabei ist auch für die IV entscheidend, was für die wichtigste Ressource unseres Landes getan wird!", so Sorger abschließend.

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