FP-Pawkowicz: Eklat in Meidling - SPÖ für Stalin-Denkmal

Fassungslosigkeit in der Bezirksvertretung

Wien, 15-12-08 (OTS) - Ein halbes Jahrhundert nach dem Tod von
Josef Stalin hält die SPÖ- Meidling unverändert am unreflektierten Andenken dieser fragwürdigen Figur der Geschichte fest, kritisiert der gf. Bezirksobmann der FPÖ-Meidling Alexander Pawkowicz. Als einzige Partei im Bezirk stemmte sich die SPÖ gegen einen FPÖ-Antrag, der ein zeitgemäßes Nachdenken über die Stalin-Gedenktafel in der Schönbrunner Schlossstrasse 30 zum Inhalt hatte. Diese wird seit 1949 mit den Geldern der Stadt Wien erhalten, ohne in irgendeiner Weise auf aktuelle historische Erkenntnisse einzugehen.

Nicht Denkmalsturm, aber eine vernünftige Diskussion in der Kulturkommission ist die Intention dieses Antrages, bei dem Möglichkeiten erarbeiten werden sollten, ob und wie mit dieser schwierigen Zeit der Vergangenheit umgegangen werden kann, in der "wir zwar befreit, aber nicht wirklich frei waren", zitiert Pawkowicz aus einem Brief zu diesem Thema, der noch von Altbürgermeister Helmut Zilk verfasst worden war.

Der von der SPÖ abgelehnte Antrag im Originalwortlaut:

"Die zuständigen Magistratsdienststellen werden aufgefordert, Maßnahmen zu erarbeiten und der Bezirksvertretung vorzulegen, wie im Zusammenhang mit der Josef-Stalin-Gedenktafel in 1120 Wien, Schönbrunner Schlossstrasse 30, welche von der Stadt Wien erhalten wird, in zeitgemäßer Art und Weise verfahren werden kann. Dabei sollen insbesondere die historischen Erkenntnisse über die Person Josef Stalin mit einbezogen werden, die in den letzten 60 Jahren seit der Errichtung der Tafel ans Licht der Öffentlichkeit gekommen sind".

Während sich die Oppositionsparteien einig waren, stimmte nur die Meidlinger SPÖ mit ihrer absoluten Mehrheit gegen einen zeitgemäßen Umgang mit Josef Stalin und sogar gegen eine Behandlung in einem Ausschuss. In einer zynischen Wortmeldung der SPÖ wurde noch angemerkt, man könne ja allenfalls für jedes "angebliche" Opfer des Stalinismus in Meidling jeweils ein Namensschild anbringen lassen. "Das ist menschenverachtender Zynismus", so Pawkowicz. (Schluss)am

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