WGKK: Neuer Ärztevertrag im Zeichen der Kostendämpfung

Vertragsloser Zustand abgewendet, Finanzziele eingehalten

Wien (OTS) - Die seit einem Jahr unterbrochenen Vertragsverhandlungen zwischen Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und der Ärztekammer für Wien konnten gestern überraschend wieder aufgenommen und abgeschlossen werden. Die Tarifanpassung für die einzelnen Arztgruppen fiel aufgrund der extrem angespannten Finanzlage der Kasse für die Jahre 2008 und 2009 deutlich unter der Inflationsrate für diesen Zeitraum aus. Trotzdem konnten auch gesundheitspolitisch wünschenswerte Akzente gesetzt werden: Die praktischen Ärzte konnten durch eine relativ höhere Tarifanpassung aufgewertet werden. Demgegenüber konnte in den so genannten technischen Fächern (Röntgen, Labor, etc.) ein Einsparungspotential gehoben werden. In Summe erwartet die Kasse, dass die Gesamtaufwendungen für Arzthonorare für die Vertragslaufzeit unter Berücksichtigung der weiter steigenden Inanspruchnahme durch die Versicherten um knapp über drei Prozent per anno wachsen werden.

Dazu der Obmann der WGKK, Franz Bittner: "Der Finanzminister hat zuletzt eine Finanzhilfe des Bundes von Vorleistungen der Kassen abhängig gemacht. Es bestand daher Handlungsbedarf. Wir mussten rasch ein Verhandlungsergebnis im Rahmen der Finanzziele des Hauptverbandes und der Politik erreichen. Ich hoffe, dass die zugesagte Finanzspritze zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung nun rasch kommen wird. Ich bin froh, dass die Wiener Ärztekammer sich in dieser Schwierigen Situation partnerschaftlich verhalten hat und mit dem neuen moderaten Vertragsabschluss einen Beitrag zur Dämpfung der Ausgabensteigerung geleistet hat.

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