Karas: Glawischnig montiert pro-europäische Haltung der Grünen im Alleingang ab

Kleinformatige Denkvorlagen reichen für Parteivorsitz allein nicht

Wien, 14. Dezember 2008 (ÖVP-PD) "Eva Glawischnig zerstört mit ihrer neuen Europalinie die Arbeit der grünen Europaabgeordneten Voggenhuber und Lichtenberger. Wenn sich Glawischnig mit ihrer, an Strache angelehnten, Argumentation durchsetzt, montiert sie im Alleingang die pro-europäische Haltung der Grünen ab", kritisierte heute ÖVP-Europaklubobmann Mag. Othmar Karas den jüngsten Schwenk der noch nicht gewählten grünen Bundessprecherin. "Man muss befürchten, dass Johannes Voggenhuber jetzt das Handtuch wirft. Auch Lichtenbergers Wiederkandidatur kann ich mir nur schwer vorstellen. Ich würde dies bedauern, da wir trotz aller Unterschiede sachpolitisch und menschlich gut und korrekt zusammenarbeiten", so Karas. ****

"In den Äußerungen der designierten grünen Bundessprecherin zeigt sich wieder einmal deutlich, dass kleinformatige Denkvorlagen für ein Amt als Parteivorsitzende nicht ausreichen. Die großen Herausforderungen des Klimawandels, der Reform der europäischen Entscheidungsstrukturen und Institutionen, der Stärkung unserer Wirtschaft und des Schutzes unserer Arbeitsplätze können wir nur gemeinsam auf europäischer Ebene bewältigen. Daher müssten eigentlich auch Parteivorsitzende eine europäische Erfahrung als Voraussetzung für ein solches Amt mitbringen. Glawischnig täte besser daran, ein Praktikum bei Voggenhuber oder Lichtenberger anzunehmen, statt deren Arbeit zu zerstören."

"Der Glawischnig-Kurs entzieht einer konstruktiven und oft auch erfolgreichen Zusammenarbeit für ein besseres, demokratischeres und handlungsfähigeres Europa die Grundlage. Als österreichischer Europapolitiker bedauere ich diese Entwicklung. Als ÖVP-Europaklubobmann kann ich in dieser Auseinandersetzung positiv vermerken, dass damit alle unsere Mitbewerber den Rückwärtsgang eingelegt haben. Sie ziehen die Populismuskarte und überlassen der ÖVP alleine die erfolgreiche Vertretung österreichischer Interessen und Gestaltung der EU. Wir werden das Ziel nicht aufgeben, die europäische Gemeinschaft demokratischer und transparenter zu machen, die Bürgerrechte auszubauen und die ökosoziale Marktwirtschaft zu verwirklichen", so Karas abschließend.

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