"trend": Voest-Chef Eder schließt Kündigungen nicht aus

Voestalpine-CEO Wolfgang Eder hält bei anhaltender Wirtschaftskrise Eingriffe in die Stammbelegschaft für möglich

Wien (OTS) - Österreichs Paradekonzern voestalpine wird von der Wirtschafts- und Finanzkrise schwer getroffen. Im Interview mit der am Montag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend" hält Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender des Konzerns, bei einer anhaltenden Wirtschaftskrise nach dem Abbau von Leiharbeitern auch Eingriffe in die Stammbelegschaft für möglich. Eder: "Wir versuchen alles, um unsere Stammbelegschaft zu erhalten. Es gibt aber heute schon, zum Beispiel in England, bei einzelnen Konzernunternehmen Eingriffe in die Stammbelegschaft", erklärt Eder: "In Österreich sehen wir aus heutiger Sicht derartige Schritte allenfalls in geringem Umfang für notwendig."
Aktuell muss die voestalpine mit einem dramatischen Auftragsrückgang und einer rapide eingebrochenen Nachfrage leben:
"Die Auswirkungen im Investitions- und Konsumgüterbereich sind noch gar nicht wirksam. Es kommen keine neuen Projekte nach, Investitionen werden gekürzt, und teilweise wird sogar in laufende Projekte eingegriffen", gibt Eder zu. Die nächsten Quartale würden enorm schwierig. Eder geht davon aus, dass der voestalpine-Konzern im nächsten Jahr bis an die Substanz beansprucht wird: "Eine Trendumkehr sehen wir erst Anfang 2010, und es wird das ganze Jahr dauern, bis die Dinge wieder einigermaßen vernünftig laufen."

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