Neues Volksblatt: "Parteiwandel" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 12. Dezember 2008

Linz (OTS) - as Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern einerseits, Parteien andererseits hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Vorbei sind die Zeiten, als Parteien von durchaus breiten Schichten als Versorgungsstellen oder doch zumindest -garanten verstanden und im Gegenzug mit entsprechend hoher Parteitreue "belohnt" wurden. Die Wählerinnen und Wähler von heute sind, was den direkten Versorgungsanspruch angeht, genügsamer, in ihrer kritischen Dimension aber viel anspruchsvoller geworden. Wählermobilität und Parteiverdrossenheit zählen gleichermaßen zu den dazu passenden Schlagworten.
Dem adäquat zu begegnen bedeutet dauernde Bereitschaft zu ernsthaftem Dialog und ständiger Erklärung der eigenen Politik - was mehr verlangt, als sich in nichtssagenden Politphrasen zu erschöpfen oder sich in verschiedensten Nachdenkprozessen zu inszenieren. Nicht in der Umsetzung notwendiger Veränderungsprozesse liegt der Fehler, sondern in Versäumnissen, diese Prozesse entsprechend zu vermitteln und die Bevölkerung dabei mit an Bord zu nehmen. Bei seiner geplanten Neuausrichtung der Bundes-ÖVP findet Josef Pröll gerade hier reiches Betätigungsfeld.

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