ORF-Stiftungsrat stimmt Finanzplan und Stellenplan 2009 zu

ORF-Geschäftsführung legt im Frühjahr Strategie- und Strukturkonzept vor

Wien (OTS) - Der ORF-Stiftungsrat, unter dem Vorsitz von Dr. Klaus Pekarek, hat in seiner Plenarsitzung am Donnerstag, dem 11. Dezember 2008, im ORF-Zentrum Wien dem Finanzplan 2009 und dem Stellenplan 2009 seine Zustimmung erteilt. Stiftungsratsvorsitzender Dr. Klaus Pekarek und ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz informierten in einem Pressegespräch über die Ergebnisse der Sitzung.

Stiftungsratsvorsitzender Dr. Klaus Pekarek: "Die heutige Sitzung war von großer Ernsthaftigkeit getragen. Das Budget 2009 wurde mehrheitlich angenommen. Die Diskussionen waren geprägt von der Sorge um die mittelfristige Entwicklung des Unternehmens, dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass mit entsprechenden einnahmenseitigen Maßnahmen mittelfristig nicht zu rechnen ist, wodurch Druck auf die Kosten entsteht. Es besteht Grundkonsens, dass ein Strukturkonzept notwendig ist, das die Strategie bis 2015 vorgibt und im Haus breit zu diskutieren ist. Im Februar soll ein erster Entwurf vorliegen, diskutiert und dann in der Folge verbindlich beschlossen werden."

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Der heute erfolgte Lohnabschluss, dem der Stiftungsrat seine Zustimmung erteilt hat, ist ein deutliches Sparsignal - er liegt unter der Inflation und unter allen anderen Lohnabschlüssen in Österreich. Der Abschluss wurde in einem konstruktiven Verhandlungsklima mit der Belegschaftsvertretung erzielt, wobei beide Seiten bis an die Grenzen des für sie Vertretbaren gegangen sind - ein Zeichen dafür, dass Sozialpartnerschaft im ORF funktioniert. Und auch die Geschäftsführung setzt ein deutliches Zeichen des Sparwillens: Alle Direktoren und Landesdirektoren verzichten auf die Bonifikation 2009 und stimmen einer 'Nulllohnrunde' zu. Sehr erfreulich ist auch, dass der Finanzplan 2009 mehrheitlich beschlossen wurde, der die wichtigste Arbeitsgrundlage für uns ist. Der Finanzplan 2009 enthält ein ambitioniertes Budget, wobei es unser Ziel ist, die Sparmaßnahmen nicht im Programm sichtbar werden zu lassen. Wir werden 2009 eine ganze Reihe großer Programmvorhaben realisieren. Um seine umfassende Programmleistung angesichts der schwierigen Wirtschaftslage auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten zu können, wird der ORF in den nächsten Monaten ein umfassendes Struktur- und Strategiekonzept erarbeiten und mit den ORF-Gremien und der Belegschaftsvertretung diskutieren."

Auf Basis des Budgets 2009 wird der ORF eine Reihe von Programmvorhaben im kommenden Jahr realisieren: Auf dem Programm stehen unter anderem die Alpine Ski-WM in Val d'Isère, die Nordische Ski-WM in Liberec, große Informationsschwerpunkte zu den Landtags-und EU-Wahlen, Zeitgeschichte-Schwerpunkte zum "Zweiten Weltkrieg" und "20 Jahre nach 1989" und dazu österreichische Show-Events wie "Dancing Stars" oder das neue Format "Das Rennen" und zahlreiche österreichische Filme und Serien.

Der Finanzplan 2009 sieht in Summe Umsatzerlöse in Höhe von 876,1 Mio. Euro vor. Davon entfallen auf Programmentgelte 527,7 Mio. Euro:
Für 2009 ist ein Teilnehmer/innen-Zuwachs von rund 38.000 geplant, die Anzahl der gebührenbefreiten Teilnehmer/innen wird sich um rund 10.000 auf mehr als 333.000 Teilnehmer/innen erhöhen. Insgesamt entgehen dem ORF durch die Gebührenbefreiung Erlöse in der Höhe von mehr als 58 Mio. Euro. Die Werbeerlöse werden im Finanzplan 2009 mit 253,4 Mio. Euro veranschlagt, die sonstigen Umsatzerlöse mit 95 Mio. Euro.

An Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind im Finanzplan 531,2 Mio. Euro vorgesehen, für den Personalaufwand 378,8 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird im Jahr 2009 -29 Mio. Euro betragen.

Der Stellenplan sieht für 2009 3.344 angestellte Dienstnehmer/innen (Vollzeitäquivalente) vor.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOK0002