ÖVP Wien ad Psychiatrie-Kommission: Burnout von MitarbeiterInnen von Primar David bestätigt

Wien (VP-Klub) - Prim. Harald Peter David, der Leiter der Forensik am Otto Wagner-Spital (OWS), hat in der heutigen Sitzung der Untersuchungskommission zur Psychiatrie in Wien bestätigt, dass MitarbeiterInnen auf seiner Station unter Burnout leiden.

Unzufriedenheit für David "Motor für Veränderung"

Auf den Weggang von FachärztInnen angesprochen erklärte David, dass er darin nicht unbedingt etwas Negatives sehe. Unzufriedenheit sei eben vielmehr ein "Motor für Veränderungen". "Wenn fachlich versierte Kräfte vom OWS in andere Bundesländer wechseln und dort sogar eine geringere Entlohnung in Kauf nehmen, dann gibt das schon zu denken", so ÖVP Wien LAbg. Karin Praniess-Kastner.

Auch Davids Aussagen, wonach man auf seiner Station seit Jahren das so dringend notwendige Monitoring - bedingt durch die ungenügende Ausstattung - teilweise mit Pulsoxymetern "so gut es eben ging" gemacht habe, sei unfassbar. "Wenn die Ausstattung nicht gegeben ist, dann muss man von sich aus entsprechende Initiativen ergreifen und auf Verbesserungen drängen. Zuwarten ist mit Sicherheit zu wenig", so ÖVP Wien LAbg. Bernhard Dworak zur zögerlichen Vorgangsweise bei der Modernisierung im OWS.

Personalsituation vom Arbeitskreis nicht beachtet

Was die Ergebnisse des von ihm geleiteten Arbeitskreises zur Behandlung psychiatrischer IntensivpatientInnen betreffe, so blieb David bei seiner Feststellung, dass man hier die Personalsituation nicht berücksichtigt habe. "ÄrztInnen aus dem OWS haben dieses Manko hier vor der Untersuchungskommission scharf kritisiert, aber für Primarius David haben die personellen Ressourcen offenbar nichts mit der Qualität der gebotenen Behandlungsmöglichkeiten zu tun, das passt nicht zusammen", betont Praniess-Kastner. Weiters hatte David die seit langem bekannten Personalengpässe als "nicht beglückende Situation" bezeichnet und damit die prekäre Lage bewusst beschönigt.

Eine umfassende Analyse des Ist-Standes müsse sich auch mit den notwendigen Kapazitäten des Personals befassen. "Hier wurden lange Zeit nicht Nägel mit Köpfen gemacht, sondern lediglich Bruchstücke geliefert. Professionalität sieht anders aus", so Praniess-Kastner und Dworak abschließend.

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