Moser: Post AG setzt Salami-Taktik fort

Bures muss endlich gesetzliche Leitplanken gegen Post-Schlingerkurs vorgeben

Wien (OTS) - "Die Post AG setzt ihre Salami-Taktik fort und fährt weiter den Kurs einer scheibchenweisen Umstellung des Services und Reduzierung der Beschäftigten", kritisiert die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser.
Die heutige Aufsichtsratssitzung der Post AG bringt keine Meilensteine oder Weichenstellung zur Verbesserung von Service, Filialnetz und Personal-Entwicklung, deshalb muss Verkehrsministerin Bures endlich offensiv die politischen Rahmenbedingungen für die Liberalisierung klären. Moser: "Nun ist Ministerin Bures am Zug. In einer Woche kann die Verkehrsministerin Post-Arbeitsplätze sichern und das Kundenservice verbessern. Sie muss die Reform der Universaldienstverordnung vorziehen und endlich die Dichte von Postkästen, Postdienststellen und -zentren an einen kundenorientierten Bevölkerungsschlüssel binden." Nur unter diesen Voraussetzungen kann der Postvorstand und - aufsichtsrat zu einer kunden- und angebotsorientierten Strategie gebracht werden, die auch Arbeitsplätze erhält. "Wolkige Beschwörungsformeln der Ministerin wie nach dem gestrigen Termin mit Post-Chef Wais werden dafür nicht reichen", so Moser.

Im neuen Postmarktgesetz müssen endlich verbindliche Kriterien für ein Versorgungskonzept festgelegt werden, damit faire Wettbewerbsbedingungen die Versorgung auch zukünftig sicherstellen. In einem liberalisierten Markt müssen für alle Postdienstleister die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Auch alternative Anbieter sollen gesetzliche Versorgungsverpflichtungen erfüllen müssen.
"So lange Bures keine Leitplanken vorgibt, solange schlingert die Post AG zwischen Personalabbau, Verschlechterung des Angebots, Demontage von Briefkästen, hohen Dividendenzahlen und Beamten-Mobbing!", so Moser abschließend.

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