BZÖ-Westenthaler: Darabos ignoriert Parteieneinigung zu Doping

Sportausschuss zur Klärung verlangt

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des parlamentarischen
Sportausschusses, BZÖ-Abg. Peter Westenthaler, übte heute heftige Kritik am Sportminister Darabos, der auf seiner Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung von dopenden Sportlern beharrt. "Darabos will einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass es im Parlament eine Fünf-Parteien-Einigung (somit inklusive seiner SPÖ) gibt, wonach in Österreich Sportler nicht strafrechtlich verfolgt werden sollten, sondern ohnehin harte Strafen bei nachgewiesenen Dopingfällen im Bereich der sportlichen Tätigkeit erfahren müssen, wie etwa langjährige Sperren", so Westenthaler.

Darabos zerstört hier mutwillig einen der wenigen Fünf-Parteien-Kompromisse und begibt sich gleich zu Beginn seiner Tätigkeit auf Kriegsfuß mit der österreichischen Sportwelt. Er, Westenthaler, erinnere in diesem Zusammenhang an einschlägige Äußerungen von Sportsprechern und Dopingexperten in den Reihen von Darabos’ eigener Partei, wie etwa jene von Ex-Sportstaatssekretär Widmann oder auch vom Doping-Experten, Abgeordneter "Jacky" Maier, die sich seit Jahren vehement gegen eine strafrechtliche Verfolgung von Sportlern aussprechen. Die Vorgangsweise von Darabos ist daher absolut inakzeptabel und trägt nur zu einer weiteren Verunsicherung im österreichischen Sport bei.

Westenthaler kündigte daher an, so rasch wie möglich einen Sportausschuss einzuberufen, um Darabos nochmals und eindringlich die einstimmige Meinung des Parlaments mitzuteilen. "Sollte Darabos weiterhin auf seiner unhaltbaren Linie verharren, wird es massive parlamentarische Schritte gegen den neuen Anti-Sportminister geben. Eine dringend notwendige Aussprache im Sportausschuss ist jedenfalls unbedingt notwendig, um den Minister die Grundlagen der Sportpolitik in Österreich zu erklären", schloss Westenthaler.

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