Brosz: Scheinheiliges Proporz-Schauspiel von rot und schwarz um ORF

Nulllohnrunde bei Spitzenverdienern im ORF wäre angebracht

Wien (OTS) - SPÖ und ÖVP verfolgen beim ORF ein Ziel: Im uralten Proporzstil soll das Haus zwischen rot und schwarz aufgeteilt werden. "Mit einer kritischen und unabhängigen Berichterstattung soll es nach Wünschen von Faymann und Pröll vorbei sein. Finanziell wird dem ORF von der Regierung das Messer angesetzt, um dieses Ziel zu erreichen," so der ORF-Sprecher der Grünen, Dieter Brosz zu den aktuellen Ereignissen im ORF.

Ein Teil der finanziellen Schwierigkeiten ist die Folge der Weigerung der Regierung, dem ORF die Kosten der Gebührenbefreiungen zu ersetzen. "Die dramatische finanzielle Situation wird für ein scheinheiliges Schauspiel missbraucht. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Regierung mehr als 50 Millionen Euro jährlich springen lassen wird, wenn ihre Postenwünsche erfüllt werden," so Brosz.

Unabhängig vom Ersatz der Gebührenbefreiung muss es zu strukturellen Änderungen kommen, wenn die Zukunft des ORF gesichert werden soll. Dabei zeigt die ORF-Führung wenig Weitsicht. "Wer einen starken ORF sichern will, darf nicht in erster Linie beim Programm sparen. Damit wird das Unternehmen gefährdet, anstatt es zu sichern. Jeder weiß, dass man sich damit nur von Jahr zu Jahr retten kann. Kosteneinsparungen bei den Landesstudios sind unerlässlich. Und: Bei den Spitzenverdienern im ORF wäre eine Nulllohnrunde angebracht gewesen," so Brosz.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003