VP-Stenzel: Argumente von Stadtrat Schicker wegen City-Leuchten sehr schlicht

Appell Nr. 4: "Herr Stadtrat Schicker, verzichten Sie auf optische Nötigung!" - und auf Datum-Tricks

Wien (Innere Stadt) - "Die von der Wirtschaft und den
Bewohnerinnen und Bewohnern unerwünschten sündteuren 500.000 bis 700.000 Euro City-Leuchten - trotz anhaltender Proteste - in der Fußgängerzone der Inneren Stadt zwangsweise aufzustellen, ist eine bis dato einmalige Geschmacks-Nötigung durch einen Stadtrat. Auch sein Argument, dass 30 Jahre alte Leuchten aus so genannten Sicherheitsgründen nicht stehen bleiben dürfen, ist an Schlichtheit nicht zu überbieten und stimmt für die Kärntnerstraße nicht", erklärte heute Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel zu den Aussagen von SP-Stadtrat Schicker, vorerst am Beleuchtungskonzept von Architekt Kirsch festhalten zu wollen.

In der Kärntnerstraße stünden keine 30-Jahre alten Leuchten. Es existieren Fotos vom Zeitpunkt des Auswechselns der Lampen - vor 9 (!) Jahren. Lediglich jene Leuchten am Graben seien 30 Jahre alt, könnten aber jederzeit erneuert werden. Laut Experten in diesem Zusammenhang von einem Sicherheitsrisiko zu sprechen, sei wörtlich "lächerlich". Man möge die Bürgerinnen und Bürger nicht für unintelligent halten. Das Ersetzen oder der Austausch von Leuchten sei etwas anderes, als die geplante Zwangsbeglückung.

Leuchten passen zum neuen Hauptbahnhof

"Design und Styling der von Architekt Kirsch geplanten Leuchte -passen auf eine Autobahnraststätte, vor einen hochmodernen Hauptbahnhof, zur hypermodernen Skyline der Donaustadt oder im Bereich der Süd-Ost-Tangente, aber absolut nicht in die Wiener Innenstadt", betonte Stenzel.

Konsensuale Lösung wird angestrebt

Bürgermeister Dr. Michael Häupl habe in vielen Belangen immer wieder betont, dass die Stadt nicht über explizite Wünsche eines Bezirkes "drüber fahre". Sie, Stenzel, hoffe hier auf eine von Bürgermeister Häupl angeregte "Weihnachtsamnestie", damit es hinsichtlich der geplanten City-Leuchten zu einer konsensualen Lösung kommen könne.

Denn was Schicker jetzt versuche, sei eine wohl einzigartige optische und politische Nötigung eines Bezirkes. "Dieses Vorgehen ist inakzeptabel und einer auf Konsens ausgerichteten Kooperation zwischen dem 1. Bezirk und dem Verkehrsstadtrat abträglich", so Stenzel.

Unterschriftensammlung gegen Leuchten läuft

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger melden sich täglich in der Bezirksvorstehung und hätten sich bereits für eine Unterschriftensammlung stark gemacht. Die Bezirksvorsteherin des 1. Bezirkes appelliert zudem an Stadtrat Schicker, "die demokratiepolitischen Spielregeln nicht abzudrehen und keine sündteuren Zwangsmaßnahmen vollstrecken zu lassen". Wie sehr die Geschmacks-Richtungen eines Stadtrates/einer Stadträtin auch einmal falsch liegen könnten, sehe man beim Millionen-Debakel Prater.

"Hinsichtlich der neuen Beleuchtung in der Fußgängerzone ist eine Nachdenk-Pause angesagt, damit nicht 500.000 bis 700.000 Euro für ein Projekt verschwendet werden, das keiner will, nicht in das Weltkulturerbe passt und eine beispiellose Geschmacksnötigung wäre", schloss Bezirksvorsteherin Stenzel.

Rückfragen & Kontakt:

Büro Stenzel
Bezirksvorstehung Wien Innere Stadt
Angelika Mayrhofer-Battlogg MSc
01/4000 DW 01115, DW 01118
may@b01.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002