GPA-djp-Stein: Vorliegendes Forschungsbudget kann nicht das letzte Wort sein

Kürzung der Forschungsausgaben gefährdet auch universitäre Forschung

Wien (GPA-djp/ÖGB) - "In der vorliegenden Budgetplanung für den Bereich Forschung und Entwicklung kann noch nicht das letzte Wort gesprochen sein. Gerade jetzt, in einer wirtschaftlich schwierigen Phase, bei der Zukunftsinvestition Forschung zu kürzen, zeugt nicht von großem Weitblick", kritisiert die Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und ÖGB-Sprecherin für Forschung und Entwicklung, Dwora Stein.++++

Wie jetzt bekannt geworden ist, werden im neuen Regierungsprogramm im Zeitraum 2009 bis 2013 knapp zwei Mrd. Euro weniger bereitgestellt als noch im Juli 2008 von der letzten Regierung avisiert.

"Ich halte es für sehr problematisch, den durchaus erfolgreichen Aufholprozess unseres Landes bei den Forschungsausgaben in Frage zu stellen. Neben der Lösung der unmittelbaren Wirtschafts- und Budgetprobleme müssen die Verantwortlichen in der Regierung auch an morgen und übermorgen denken. Sparen am falschen Platz schadet dem Wirtschaftstandort und der Schaffung von Arbeitsplätzen der Zukunft weit über den unmittelbaren Forschungsbereich hinaus. Auch der Bereich der universitären Forschung wäre durch die Budgetplanung massiv negativ betroffen. Anstatt die Forschungsmittel real zu kürzen sollte in Wirklichkeit gerade im Sinne der Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschafstandortes über eine weitere Ausweitung der F&E-Quote nachgedacht werden. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf", so Stein abschließend.

ÖGB, 11. Dezember 2008 Nr. 761

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