Fischler: Österreich darf beim Klimaschutz nicht zum Trittbrettfahrer werden

Franz Fischler kritisiert die abweisende Haltung Österreichs gegen den Kompromiss bei erneuerbaren Energieträgern und fordert strikte Klimamaßnahmen.

Wien (OTS) - "Die ablehnende Haltung Österreichs zum EU-Kompromiss bei erneuerbaren Energieträgern ist für mich nicht nachvollziehbar. Nachdem die letzte Bundesregierung sogar ein 45-%-Ziel im Programm hatte, kann die EU-Vorgabe von 34 % für nachwachsende Rohstoffe bei der Energiegewinnung wirklich nicht zu viel sein", sagt Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums. "Österreich darf nicht zum Trittbrettfahrer in Sachen Klimapolitik werden. Dass wir leider längst kein Vorzeigeland mehr in diesem Bereich sind, zeigen die nach wie vor steigenden Emissionswerte beim CO2."

Natürlich mache es Sinn, bestimmte Ausnahmen für die energieintensive Industrie vorzusehen. Aber die Ausnahmen dürften nicht zum Freibrief dafür werden, die Energieeffizienz in der Industrie nicht mehr zu steigern, betont Fischler. Man wolle uns derzeit glaubhaft machen, dass wir uns Klimaschutz aufgrund der Wirtschaftskrise nicht leisten können. "Dabei sind EU-weit bereits um etwa ein Viertel mehr Menschen in der Umweltindustrie beschäftigt als in der Autoproduktion. In Österreich hat die Umwelttechnikindustrie deutlich höhere Wachstumsraten als die herkömmliche Sachgüter-Produktion", betont der Präsident des Ökosozialen Forums.

"Es ist unbedingt notwendig, strikte Klimamaßnahmen zu haben und eine ambitionierte Klimapolitik zu machen. Denn nur so wird es möglich sein, dass Europa seinen Technologie-Vorsprung in der Umwelttechnik halten oder ausbauen kann", betont Fischler. "Außerdem können wir uns ein weiteren Taktieren und Abwarten nicht leisten. Um den globalen Temperaturanstieg auf plus 2 Grad einzudämmen und damit unabsehbare Schäden durch den Klimawandel zu verhindern, müssen wir die Treibhausgase bis 2050 auf zumindest die Hälfte des Wertes von 1990 reduzieren."

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