Österreichische Regierung gefährdet weltweit wichtigste Entscheidung für erneuerbare Energie!

Verwunderung der erneuerbaren Energie-Industrie über österreichische Standpunkte zur Richtlinie für erneuerbare Energien

Brüssel (OTS) - Heute und morgen findet der EU-Rat statt, wo das Klima- und Energiepaket von den Staats- und Regierungschefs abgesegnet werden soll. Unmittelbar vor dem Europäischen Gipfel in Brüssel reagiert man nun dort äußerst verwundert darüber, dass Österreich das nationale Ziel in Höhe von 34% Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 in Frage stellt, trotz vorgestriger Einigung über die erneuerbare Energie-Richtlinie durch den Rat, das Europäische Parlament und der Europäischen Kommission.

Gerade die erneuerbare Energie-Industrie ist einer der dynamischsten und am schnellsten wachsenden Sektoren der europäischen Industrie mit einem Jahresumsatz von mehr als 40 Milliarden Euro und mehr als 400 000 Mitarbeitern, davon viele auch in Österreich. Die Europäische erneuerbare Energien-Industrie fordert die österreichische Regierung nicht dass ehrgeizigste Stück der Gesetzgebung für erneuerbare Energien weltweit in Frage zu stellen.

"Ich kann die Position der österreichischen Regierung zur Frage der nationalen Zielvorgabe von 34% Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch 2020, nicht verstehen, wenn die Verhandlungen über das erneuerbare Energien-Richtlinie bereits beendet sind . Die verbindlichen nationalen Ziele für erneuerbare Energien liegen seit fast einem Jahr auf dem Tisch und alle anderen EU-Mitgliedstaaten haben ihre Zustimmung erteilt. Es ist unvorstellbar, dass Österreich diesen "neuen grünen Deal" für Europa als einziges Land blockiert," sagt Christine Lins, Generalsekretärin von EREC, dem europaweiten Dachverband der erneuerbaren Energie Industrie.

Diese Position ist noch erstaunlicher angesichts der Tatsache, dass die österreichische Koalition ein Ziel von 45% in ihrer Koalitionsvereinbarung hatte- und sich die Koalitionsparteien nicht geändert haben. Außerdem haben die österreichischen erneuerbare Energien-Verbände vor kurzem ein Positionspapier vorgestellt (verfügbar in Deutsch unter http://www.biomasseverband.at) das darauf hinweist, dass ein 34 % Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch leicht erreichbar ist, und dass die Industrie weit mehr als 34% liefern könnte.

"Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Österreich die geschlossene Vereinbarung in Frage stellt. Österreich war immer ein Vorreiter-Land für den Einsatz von erneuerbarer Energie, die derzeitige Haltung der österreichischen Regierung ist ein Risiko der künftigen erneuerbare Energien-Politik der gesamten Europäischen Union und stellt das Wachstum eines der wichtigsten Wirtschaftssektoren in Europa in Gefahr. Wir haben lange genug gezögert, jetzt ist es an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen und zu handeln- die Richtlinie schafft viele wirtschaftliche Chancen für alle EU-Mitgliedstaaten", so Lins abschließend.

EREC ist der Dachverband der europäischen erneuerbaren Energie-Industrie mit Mitgliedern, die mehr als 40 Milliarden Euro Umsatz machen und mehr als 400.000 Beschäftigte haben.

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Christine Lins, EREC, Mob: +32 478 96 21 91
Email: Lins@erec.org

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